Roadtrip Italien

Mini-Roadtrip Norditalien: Der Frühling kommt

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Die ersten Blumen strecken ihre Köpfe aus der Erde, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern. So sollte es zumindest theoretisch sein. Praktisch schaue ich auf einen Schneehaufen direkt vor meinem Fenster. Anfang April. Wer würde es mir da verübeln, wenn ich von einem Italien Roadtrip träume, bei dem es eben nicht kalt und eklig windig ist, sondern man die warmen Seiten der Natur entdecken kann? An meinem Mini-Roadtrip durch Norditalien möchte ich euch nun teilhaben lassen – vielleicht inspiriert er euch ja für eure nächste Reise in das Land, von dem schon Goethe geschwärmt hat.

1. Station: Bergamo

Bergamo

Von Deutschland aus lassen sich häufig günstige Flüge mit Ryanair nach Bergamo ergattern. Offiziell versteht Ryanair das Ziel zwar als „Mailand“, aber seien wir mal ehrlich – Lübeck war auch nicht wirklich Hamburg und wurde trotzdem längere Zeit von der Airline so verkauft. Das ist aber gar nicht schlimm, denn Bergamo ist der perfekte Ausgangspunkt für einen Roadtrip durch Norditalien und ist außerdem ein wirklich schönes italienisches Städtchen. Was du dir auf jeden Fall ansehen musst, sind der Piazza Vecchia, die Stadttore und die Stadtmauer.

2. Station: Mailand

Wer schon mal in Bergamo ist, der sollte als nächstes Mailand einen Besuch abstatten. Nicht weit von Bergamo entfernt, hat mich in der Stadt der Mode vor allem der Dom beeindruckt: Denn auf dem Dach, das man besteigen kann, hat man einen wunderbaren Blick über Mailand. Beeindruckend fand ich auch die Galleria Vittorio Emanuele II und die Pinacoteca di Brera, eines der bedeutendsten Kunstmuseen Italiens.

Bergamo – Mailand: 52 Km
Dauer direkt: Etwas mehr als eine Stunde

3. Station: Verona und die Weinberge

Weinberge Verona

Von Mailand aus sind es nur etwa zwei Stunden mit dem Auto bis nach Verona. Dazwischen liegt der Gardasee, der aus meiner Sicht aber einen eigenen Urlaub verdient, weil man um ihn herum einfach so wahnsinnig viel entdecken kann. Wer dort trotzdem einen kleinen Zwischenstopp einlegen möchte, der sollte in Peschiera del Garda halten. Hier lassen sich die schönsten (mit der Route vereinbaren) Ausblicke auf den See genießen.
Verona selber solltet ihr am besten früh am Morgen besuchen – gerade in den Sommermonaten wird es warm und zusammen mit den Menschenmengen, die sich dann durch die Stadt schieben, ist das keine gute Kombination. Morgens lässt sich die Stadt also nicht nur ungestörter entdecken, man bekommt so auch einfach ein besseres Gefühl für den Ort. Aber was kann man denn nun in Verona sehen?

Verona

Natürlich die Häuser von Romeo und Julia und Julias Balkon. Auch die Arena von Verona ist immer einen Besuch wert; wer Musik liebt, sollte schauen, ob er nicht zu einem Zeitpunkt nach Verona fährt, an dem dort Opern aufgeführt werden. Übernachten wiederum würde ich nicht direkt in der Stadt, sondern in den umliegenden Weinbergen. Habt ihr schon einmal an einem lauen Frühlings- oder Sommerabend auf einem italienischen Weingut gesessen und den Sonnenuntergang beobachtet? Nein? Dann sollte das definitiv auf eurer Löffelliste landen, denn die Ruhe dort ist einfach toll. Via AirBnB lassen sich übrigens gute und günstige Unterkünfte finden.

Mailand – Verona: 160 Km
Dauer direkt: 2 Stunden

4. Station: Venedig

Venedig

Das Ende des Roadtrips führt nach Venedig. Hier empfehle ich eine Unterkunft direkt in der Lagune, nicht in der vorgelagerten Stadt zu nehmen, denn nur dann kann man Venedig meiner Meinung nach wirklich entdecken. Die üblichen Verdächtigen in der Stadt sind der Markusplatz, der Dogenpalast, die Rialtobrücke und so weiter und so fort. Diese Orte haben natürlich ihre Berechtigung und sind wunderschön anzusehen. Für sie gilt allerdings dasselbe, wie für Verona: Je früher man dort ist, desto entspannter lassen sie sich genießen. Venedig hat aber auch seine versteckten Ecken (man mag es kaum glauben), die ihr zum Beispiel mit einer Walking Tour entdecken könnt. Mehr dazu lest ihr hier. Alles in allem würde ich für Venedig als Reisezeit definitiv nicht den Sommer empfehlen, das Frühjahr (nach dem Karneval) ist besser geeignet; wer für venezianische Verhältnisse sehr wenige Touristen antreffen möchte, sollte im Winter fahren. Auch solltet ihr im Kopf behalten, dass in der Lagune keine Autos fahren; der Mietwagen muss also vorher abgegeben werden. In die Stadt kommt ihr dann mit dem Wassertaxi.

Verona – Venedig: 127 Km
Dauer direkt: 1 ½ Stunden

Wer von euch war schon einmal in Norditalien? Was sind eure Lieblingsplätze?

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MelanieAnnaPaleica Recent comment authors
Paleica

ach, das klingt schön. italien, my love <3

Melanie
Melanie

Ein wunderbarer kleiner Roadtrip. Toller Artikel!