La Digue mit dem Fahrrad

La Digue mit dem Fahrrad: Tipps & schönste Routen

Du fragst dich, was du auf La Digue, der kleinsten der drei Hauptinseln der Seychellen, alles entdecken kannst? Dann bist du hier genau richtig! La Digue ist nämlich nicht nur die kleinste Insel, sondern auch die, die von vielen Besuchern oft zugunsten der größeren Inseln Praslin und Mahé nur im Rahmen eines Tagesausflugs besucht wird. Das ist super schade, denn La Digue mit dem Fahrrad zu umrunden mag zwar nicht besonders lange dauern, die Insel aber zum und nach dem Sonnenauf- und -untergang zu erleben, bringt noch einmal eine ganz andere Stimmung mit. Für mich persönlich war La Digue das Highlight meiner Seychellen Reise und ich würde auch dir empfehlen dort mindestens drei Nächte einzuplanen. Womit genau du diese Zeit füllen kannst, verrate ich dir jetzt.

La Digue Anreise: Fähre oder Flugzeug?

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Die Grätchenfrage oder besser gesagt: Eine Frage danach, wie seefest du bist. Es gibt zwei Möglichkeiten zwischen den Inseln hin und her zu wechseln: Mit der Fähre (günstiger) oder mit dem Flugzeug (teurer). Ich persönlich habe mich für die Fähre entschieden, weil der Aufpreis mit dem Flugzeug mir zu viel war. Auch die 3 Fährfahrten (Mahé – La Digue; La Digue – Praslin; Praslin – Mahé) haben mich rund 175,- EUR gekostet.

Der Preis ist aber nicht der einzige Punkt, den du in deine Überlegungen einbeziehen solltest, es gibt noch einen anderen: Den Umstand, dass es auf der Fähre sehr wacklig werden kann. Gerade der Juli war dafür als windigste Jahreszeit natürlich prädestiniert und der Katamaran hat ordentlich geschunkelt. Die Fahrzeit von Mahé nach Praslin dauert ungefähr 70 Minuten, wenn du weiter nach La Digue fährst, kannst du noch einmal 20 drauf rechnen. Es sind also ungefähr 90 Minuten Seegang zu überwinden.

Ich persönlich habe damit zum Glück überhaupt keine Probleme und wusste das auch schon vorher, weswegen ich mich für die Fähre entschieden habe. Es gab aber einige (und ich meine EINIGE), die die Überfahrt alles andere als gut überstanden haben. Die Crew war darauf routiniert vorbereitet, was aber auch zeigt, dass Seekrankheit dort keine Ausnahme ist. Deshalb: Wenn du NICHT seefest bist, nimm entweder entsprechende Mittel im Voraus ein oder das Flugzeug.

La Digue mit dem Fahrrad: Wo leihst du dein Fahrrad am besten?

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Es kommt natürlich ein bisschen darauf an, wie lange du bleibst. Wenn du nur einen Tagesausflug nach La Digue machst, empfehle ich dir in der Nähe des Jettys ein Fahrrad zu mieten. Viele Bereiche der Insel kannst du zwar auch zu Fuß erreichen, aber um zum Beipsiel zum Anse Source d’Argent, einem der Postkartenmotive von La Digue, zu kommen, brauchst du vom Jetty ungefähr 45 Minuten zu Fuß. Der Weg zum Grand Anse ist noch länger. Daher lohnt sich ein Fahrrad in jedem Fall. Mieten kannst du zum Beispiel hier:

  • Cycle Sea Rental
  • Ton Ven Bike Rental

Wenn du hingegen länger auf La Digue bleibst, und das ist meine klare Empfehlung, ist es am einfachsten direkt über die Unterkunft zu mieten. Fast jedes Guest House und Hotel bietet diesen Service an und du kannst dein Fahrrad einfach wieder abgeben, sobald du auscheckst.

Good to know: Zustand der Fahrräder & Kosten

Ein Wort noch zum Zustand der Fahrräder: erwarte nicht unbedingt das, was du hier beim Leihen eines Fahrrads erwarten würdest. Viele Fahrräder sind älter, haben kein Licht dran oder die Bremsen sind etwas in die Tage gekommen. Das ist nicht immer und überall so, kann aber durchaus vorkommen. Preislich bewegst du dich in einem Rahmen von etwa 5 bis 10 EUR (100 – 150 SCR) pro Leihtag, sowohl bei den Bike Rentals für einen Tagesausflug als auch bei Gasthäusern und Hotels. Aber: Manchmal sind die Räder schon mit im Preis enthalten, wenn du mit Übernachtung(en) buchst, check das also vorher unbedingt!

Good to know: Was du sonst noch dabeihaben solltest

Neben dem Fahrrad gibt es noch ein paar Dinge, die du sowohl für einen Tagesausflug als auch bei einem längeren Aufenthalt einpacken solltest:

  • Sonnencreme und Hut (Ersteres am besten von Zuhause, da Sonnencreme auf den Seychellen teuer ist)
  • Wasserschuhe
  • Handtuch
  • Bargeld und Karte (grundsätzlich gesehen würde ich immer genug Bargeld dabeihaben; Kartenzahlung ist zwar möglich, aber nicht immer und überall auf der Insel)
  • ggf. Wechselkleidung

La Digue mit dem Fahrrad Route 1: Anse Severe, Anse Patates und Strandbars

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Erster Stopp: Anse Severe

Die erste Route führt dich in den Norden der Insel. Vom Jetty (oder deinem Gasthaus) aus folgst du der Hauptstraße (ist nicht zu verfehlen, gibt nur eine). Du fährst am Friedhof vorbei und musst ein wenig bergauf und wieder bergab, dann bist du auch schon an deinem ersten Ziel angekommen, dem Anse Severe. Hier kannst du einen ersten Stopp einlegen und schwimmen, falls du das möchtest. Ich empfehle dir aber, Wasserschuhe anzuziehen, da der Strand zwar wunderschön ist, sobald du ins Wasser gehst aber Steine und Muscheln über den Grund verteilt sind. Ich habe mir hier am ersten Tag einen Schnitt am Fuß eingefangen – muss nicht sein.

Am Anse Severe und die ganze Hauptstraße entlang gibt es überall Saft- und Strandbars. Wenn du direkt an diesem Strand etwas trinken möchtest, schau mal beim Bikini Bottom vorbei. Die Bar ist nicht ganz günstig für Seychellen-Verhältnisse, aber sowohl die Drinks als auch Säfte sind hier super lecker. Auch kleine Snacks kannst du dort kaufen. An der Bar halten sich auch häufig ein bis zwei Riesenschildkröten auf, auf die du beim Fahrradfahren aufpassen solltest. Sie tun nichts, aber sind etwas behäbig.

Zweiter Stopp: Anse Patates

Du schwingst dich wieder auf dein Rad und fährst weiter zum Anse Patates, dem „Kartoffelstrand“. Für viele ist der Anse Source d’Argent der schönste Strand der Seychellen, für mich war es dieser hier. Er ist deutlich kleiner und nicht zum Liegen geeignet (wobei das auch vom Wasserstand abhängt), dafür aber einfach wunderschön mit Palmen, Steinen und vielen kleinen Krebsen.

Auf dem Weg zum Anse Patates hast du außerdem einige der besten Ausblicke auf die Bucht und die Insel, besonders übrigens, wenn du dich wieder auf dem Rückweg befindest, da das Meer dann auf der rechten Seite liegt und du bergab fährst.

Wenn du den Anse Patates erreicht hast, kannst du stoppen und zum Jetty zurückfahren oder du fährst weiter zum Anse Banana und Anse Fourmis und den dortigen Bars. Hier musst du umdrehen, denn die Straße endet hier. Du kannst die Insel also auf dieser Route nicht ganz umrunden.

Extra-Tipp: Der Anse Patates und der Anse Severe sind übrigens auch zum Sonnenuntergang besonders schön. Überleg dir also, ob du die Route 1 vielleicht noch einmal fährst oder direkt zum Ende eines Tages.

La Digue mit dem Fahrrad Route 2: L’Union Estate und der Anse Source d’Argent

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Erster Stopp: L’Union Estate – Der Zugang zum Anse Source d’Argent

Vom Jetty fährst du zur L’Union Estate mit dem Fahrrad rund 10 Minuten. Die Estate ist nicht nur der landseitige Eingang zum Anse Source d’Argent, sondern hat neben dem Strand auch noch einige andere Highlights, die du nicht verpassen darfst. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Das Plantation House & Museum: 1818 zur Kolonialzeit erbaut kannst du hier mehr zur kreolischen Geschichte erfahren und auch den von den Seychellen stammenden Takamaka Rum kaufen.
  • Kokos und Vanille Plantage: Das Gebiet der Estate kannst du mit dem Fahrrad erkunden und dabei auch die dortige Kokosnuss und Vanille Plantage besuchen. Mit dem Rad kannst du bis in die Felder fahren, was ziemlich cool war. Achte aber darauf das nicht unbedingt zur Mittagshitze zu tun, denn dort gibt es kaum Schatten.
  • Alter Friedhof: Auf dem Weg vom Eingang zum Museum kommst du am alten Friedhof vorbei. Wenn du gerne fotografierst ist das ein spannender Ort und natürlich auch kulturell interessant.

Eintritt und extra Tipp

Für den Eintritt zur Estate und damit auch zum Anse Source d’Argent zahlst du ungefähr 150 SCR (also umgerechnet etwa 10 EUR).

  • Du fährst mit dem Fahrrad bis zum Eingang, zahlst dort am Häuschen am besten bar und kannst dann weiter in den Park fahren. Das Rad stellst du ab (etwas weiter hinten, da dort sehr viele Fahrräder stehen und manchmal welche versehentlich mitgenommen werden) und gehst das letzte Stück zu Fuß.
  • Wenn du das Ticket ab 16:30 Uhr kaufst, kannst du es für den Sonnenuntergang am Anse Source d’Argent nutzen und du darfst am nächsten Tag ebenfalls in den Park.

Zweiter Stopp: Der Anse Source d’Argent

Dein zweiter Stopp ist der Anse Source d’Argent, einer wenn nicht der bekannteste Strand der Seychellen. Er ist recht weitläufig angelegt und du kannst an ihm entlang wandern – teilweise abhängig vom Wasserstand. Am Strand selbst gibt es Saftbars, die auch Snacks verkaufen und du kannst wunderbar schwimmen. Aber Achtung: Bei Wind ist es etwas frisch, also such dir am besten einen ruhigen Tag aus. Was du am Anse Source d’Argent sonst noch machen kannst:

  • Schnorcheln: Ein Korallenriff schützt den Strand vor dem offenen Meer, weswegen du hier toll Fische und andere Meerestiere beobachten kannst, also auf jeden Fall Schnorchel und Flossen einpacken!
  • Kayak mit Glasboden fahren: Mieten kannst du direkt am Strand.
  • Old Pier Café: Wenn du zwischendrin Hunger bekommst, kannst du hier vorbeischauen und dir ein Curry oder einen frischen Mango Saft holen.

La Digue mit dem Fahrrad Route 3: Der Osten der Insel mit dem Grand und Petite Anse

La Digue mit dem Fahrrad
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Erster Stopp: Radtour durch den Regenwald

Kein richtiger Stopp, aber der Weg zu deinem Ziel auf der dritten Route in den Osten der Insel zum Grand und Petite Anse und Anse Cocos: Vom Jetty fährst du in ungefähr 15 Minuten durch das Herz der Insel bis zum Grand Anse. Dieser Strand liegt ganz im Osten der Insel und ist nicht zum Schwimmen geeignet. Das liegt daran, dass der Wellengang hier wirklich stark ist und einen Sog entwickelt, der Strand ist aber trotzdem sehr schön und eines meiner persönlichen Highlights auf La Digue.

Tipp: Mache eine kleine Pause bei einem der besten Takeaways

Zum Thema Takeaways und Essen schreibe ich weiter unten noch mehr, aber wenn du auf dem Weg zum Grand Anse bist, solltest du auf jeden Fall beim Rey & Josh Cafe Takeaway anhalten. Hier gibt es super leckere Currys in allen Varianten, die du nicht nur mitnehmen, sondern auch direkt vor Ort auf der Terrasse essen kannst.

Zweiter Stopp: Grand und Petite Anse & Anse Cocos

Angekommen kannst du dein Fahrrad am Eingang des Strandes abstellen. Wie schon gesagt ist das Schwimmen hier verboten, da es eine starke Strömung und KEINE Rettungsschwimmer gibt. Wenn du dich doch dazu entscheidest hier ins Wasser zu gehen ist es also auf eigene Gefahr. Was also am Grand und Petite Anse machen?

Spazierengehen. Hier erwartet dich nämlich nicht nur eine wunderbare Foto-Location, sondern auch eine kleine Tour entlang der Strände, die bis zur Strandbar am Anse Cocos führt. In etwa 45 Minuten kannst du dorthin wandern, dir eine Erfrischung gönnen, und dann den Rückweg antreten. Typisch für die drei Strände ist die Wildheit, die für die Seychellen charakteristischen Steinformationen und wunderschönes, türkisblaues Wasser mit weißen Sandstrand. Auch wenn es etwas abseitig liegt, hat mir diese Seite von La Digue besonders gefallen.

Essen auf La Digue: Takeaway-Kultur & Fruit Bars

La Digue mit dem Fahrrad
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Natürlich gibt es auf La Digue wie auf den anderen beiden Hauptinseln der Seychellen Restaurants. Ich persönlich habe mich aber während meines 3-tägigen Aufenthalts komplett mit Hilfe der Takeaways ernährt – und das bereue ich nicht ein bisschen.

Die Takeaway-Kultur auf den Seychellen ist groß und du wirst sie auch auf den anderen Inseln finden; auf La Digue ist sie mir aber besonders aufgefallen, weil es im Vergleich zur Größe der Insel wirklich sehr viele der kleinen Takeaways gibt, die ihre eigenen Versionen von Currys und anderer kreolischer Küche, die fischlastig ist, anbieten. Deshalb würde ich auch dir empfehlen, die Restaurants zwar im Hinterkopf zu behalten, aber unbedingt die Takeaways auszuprobieren.

Meine liebsten Takeaways auf La Digue

  1. Rey & Josh Cafe Takeaway: Wie oben schon erwähnt liegt dieses Takeaway auf dem Weg zum Grand Anse. Du solltest hier unbedingt das Fish und Gemüse Curry probieren und die Samosas.
  2. Gala Takeaway: Die Karte des Gala Takeaway ist etwas größer – hier gibt es neben sehr leckeren Currys auch Salate und Sandwiches, gebratenen Reis und gebratene Nudeln und Burger. Probier auch hier unbedingt das Vegetable Curry, es ist sehr lecker und anders als das beim Rey & Josh Takeaway und den gebratenen Reis. Auch die frischen Säfte sind sehr gut.
  3. Mimum’s Takeaway: Ebenfalls sehr leckere Currys mit Beilagen und Wraps. Auch hier sind die Säfte lecker.

Meine liebsten Fruit Bars auf La Digue

  1. Bikini Bottom Bar: Direkt am Anse Severe gelegen ist die Bikini Bottom Bar nicht ganz günstig, aber eben durch die Lage unschlagbar. Säfte und Drinks sind lecker und der Hummus Snack für den Preis auch.
  2. Karim’s Fruit Bar: Auch hier gibt es super leckere Fruchtsäfte!
  3. Coco Bar: Am Anse Cocos gelegen empfehle ich dir hier (gibts aber meines Wissens auch bei einigen der anderen Bars) frische Kokosnuss mit Limittensaft und Rohrzucker. Sehr gut!

Was du sonst noch ausprobieren musst

Neben den Takeaways solltest du auch noch ein paar andere Dinge auf La Digue (oder den Seychellen allgemein) ausprobieren, zum Beispiel:

  • Banana Fritters (häufig zum Frühstück)
  • Takamaka Rum (die Brennerei steht auf Mahé, dort kannst du auch ein Tasting machen)
  • Vanille Schwarztee (mit Milch getrunken, sehr lecker ebenfalls zum Frühstück)

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La Digue mit dem Fahrrad zu erkunden ist eine tolle Art, die Insel kennenzulernen. Wenn du einen Überblick über alle drei Hauptinseln haben möchtest und Infos für deine Reiseplanung suchst, schau einmal hier vorbei: Seychellen Urlaub: Inselhopping nach Mahé, Praslin und La Digue

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