Wilder Westen USA

Roadtrip durch den Wilden Westen

Meine Highlights aus 18 Tagen

Ich liege im Flugzeug. Der Nachtflug ist nämlich ziemlich leer und ich habe mir eine ganze Reihe, vier Kissen und drei Decken gekapert. Man will es ja gemütlich haben und die anderen scheinen eh lieber zu sitzen. Warum auch immer. Ist ja nicht so, als wären nicht noch zehn weitere Reihen frei. Das Licht ist gedimmt und außer dem stetigen Rauschen der Turbinen höre ich nur das gelegentliche Lachen der Stewardessen. Fast ein bisschen romantisch. Wenn die Klospülung den Eindruck nicht ständig zerstören würde.
Ich drehe mich auf den Rücken, die Augen geschlossen, und lasse die Reise noch einmal Revue passieren.

USA Video
(Klicke auf das Bild, um zu meinem YouTube Video zu gelangen)

In den letzten drei Wochen ist so viel passiert, das will noch alles gar nicht richtig in meinen Kopf rein. Ich habe viel gesehen, viel getan, viel erlebt. Aber wirklich realisiert habe ich es erst jetzt, zehntausend Fuß über dem Boden.
Hier auf dem Blog wird es in den nächsten Wochen und Monaten natürlich immer mal wieder Artikel über diese Reise geben, aber bevor die alle online sind, fließt noch viel Wasser die Elbe runter. Deshalb möchte ich ein kleines Fazit schreiben, sozusagen ein Best of meiner absoluten Favoriten aus allen Teilen des Wilden Westens. New York lasse ich dabei bewusst raus. Das kommt irgendwann noch mal extra. Außerdem findet ihr zu dieser wunderschönen Ostküsten Metropole auch schon mehrere andere Artikel auf meinem Blog.
Was sind also meine Highlights aus 18 Tagen Roadtrip im Wilden Westen, die sich besonders in mein Gedächtnis eingebrannt haben? Fangen wir an mit dem…

Death Valley

Vor der Reise hätte ich selber nicht damit gerechnet, dass gerade das Death Valley so faszinierend sein würde. Wüste halt. Fährt man mal hin, und dann auch wieder weg, dachte ich. Total falsch. Aber sowas von. Die Vielfalt der Wüstenlandschaft war mehr als nur beeindruckend; vom Badwater Basin mit seinem Salzsee, über die Mesquite Flat Sand Dunes bis hin zum Dantes View hat mich dieser National Park mit seinem schieren Spektrum an Landschaften total umgehauen. Zwar hatte ich die ganze Zeit etwas Angst, dass der Tank leer geht, der Wagen einen Platten hat oder ich sonst wie in der heißen Hölle gefangen werde, aber bisschen Nervenkitzel muss ja sein, ne?

Antelope Canyon

Auch der Antelope Canyon gehört zu meinen absoluten Favoriten dieser Reise. Der Preis war zwar mehr als happig für die knapp einstündige Tour, aber trotzdem bin ich geneigt zu sagen, dass er es fast wert war. Das lag aber auch an dem tollen Guide, den meine Gruppe hatte und der wirklich alles unternommen hat, um uns tolle Fotos zu verschaffen und gleichzeitig viele tolle Infos über den Canyon, seine Entstehungsgeschichte und vieles mehr gegeben hat. Das Farbspiel der Lightbeams jedenfalls war wunderschön und hätte ich mehr Zeit gehabt, wäre ich nicht nur beim Upper Antelope Canyon vorbeigefahren, sondern auch beim Lower Antelope Canyon.

Route 66

Natürlich bin ich nicht die ganze Route 66 gefahren, denn die Original Straße hat sich einmal von der Ost- bis zur Westküste gezogen, wobei sie in Gänze heute aber auch gar nicht mehr existiert. Daher habe ich mich für ein Teilstück entschieden, und zwar das zwischen Kingman und Oatman, das landschaftlich wirklich schön und genau so war, wie ich mir die Mutter aller Straßen vorgestellt habe. Allein schon die Tankstelle irgendwo im Nirgendwo, neben der das obige Foto entstanden ist, war den Besuch wert. Und auch die Einsamkeit habe ich so bis dato noch nicht erlebt.

Highway 1

Die nächste Panoramastraße, die ein absoluter Favorit von mir geworden ist, ist der Pacific Coast Highway, auch Highway 1 genannt, der von Los Angeles über San Francisco bis hoch in den Norden führt. Das schönste Teilstück in dem Bereich, den ich befahren habe, ist dabei aber eindeutig Big Sur, das nebenbei erwähnt auch ziemlich einsam und abgeschieden ist. Am Highway 1 finden sich viele tolle Stops, die nicht nur einen einmaligen Ausblick auf die Küste gewähren, sondern auch historisch (Leuchttürme!) und für Tierliebhaber (Seelöwen!) viel zu bieten haben.

San Francisco

Und mein letztes absolutes Highlight dieser Reise war San Francisco. Eine wunderschöne Stadt mit viel Charme und (aus meiner Sicht) viel mehr Charakter als Los Angeles. Das lag aber vielleicht auch daran, dass die öffentlichen Verkehrsmittel in San Francisco einfach besser ausgebaut sind und man deshalb nicht erst mal eine Stunde im Stau gestanden hat, bevor man dort ankam, wo man hin wollte.

Seid ihr schon einmal an einem dieser Plätze gewesen? Und wenn ja: Mochtet ihr sie genauso gerne wie ich oder habt ihr andere Favoriten?

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Saskia

Wenn ich deine Zeilen so lese, schlägt mein Fernwehherz ganz heftig. 2014 sind wir eine ziemlich ähnliche Route gefahren und ich kann mich noch soso gut an das überwältigende Gefühl auf der Rückreise beim Gedanken an alles Erlebte erinnern. Ich bin schon sehr gespannt auf deine Berichte und schwelge bis dahin in Erinnerungen an eine unglaubliche Zeit.

Viele Grüße, Saskia

Lynn

Dein Video ist richtig klasse geworden. Du hast ein richtig gutes Auge für Bildausschnitte :)
Ich bin auch gerade noch dabei meinen Namibia Roadtrip zu verarbeiten. Gar nicht so leicht mit all den Eindrücken, deshalb weiß ich nur zu gut, wie du dich gerade fühlst.

Liebe Grüße,

Lynn

Sophia

Ich liebe die Westküste der USA! Es gibt einfach so viel zu sehen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Menschen bin ich auch ein großer Los Angeles Fan ;)
Und mein liebster Nationalpark ist der Zion NP. Auf unserem Blog haben wir auch schon einige Berichte über die Westcoast geschrieben. Vielleicht magst Du ja mal vorbei gucken.

Liebste Grüße
Sophia

sileas

Wow dieser Roadtrip hört sich nach einem wahr gewordenen Reisetraum an! Der Westen der USA hat mich schon immer fasziniert, aber bis jetzt bin ich immer nur im Osten “steckengeblieben”… Tolles Video und tolle Bilder – am liebsten würde ich gleich meine Sachen packen und in den nächsten Flieger steigen…

Anna

Hach Anna, ich träume gerade von der schönen Westküste. :)
Gerade mit deiner Sprache bringst du total gut herüber, wie du dich wohl gefühlt hast und worauf man sich freuen kann.
Ich bin schon sehr auf die Einzelberichte gespannt.
Ganz liebe Grüße
Anna

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[…] an die Westküste der USA. Hier habe ich in drei Wochen so viel gesehen, so viel erlebt und getan, dass sich über 4.000 Fotos angesammelt haben. Und die schönsten dieser Reise, die in die von Michael gegebenen Kategorien passen, möchte ich […]

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[…] Anna von „Die Gradwanderung“ erzählt von ihren Highlights aus 18 Tagen Roadtrip durch den wilden Westen. […]

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[…] Als wir im Winter den Flug gebucht haben, war das alles noch so weit weg, irgendwie nicht greifbar. Ich habe in einem anderen Artikel schon einmal geschrieben, dass auf jeder Reise der Moment kommt, in dem ich erst richtig realisiere, dass ich wirklich und […]