Dresden

#Cityguide Dresden

1. Dresden in 3 Worten:

Restauration. Eierschecke. August der Starke.

2. Mit wenig Geld kannst du in Dresden am besten was besuchen?

Das Museum Festung Dresden ist für einen ermäßigten Eintritt von 2,50 Euro zu besuchen und bietet einen tollen Einblick in den Aufbau der mittelalterlichen Stadt Dresden. Einen Audioguide gibt es kostenlos dazu und damit auch eine große Führung durch die mittelalterliche Feste. Woher das Wort Torschlusspanik kommt, wird zum Beispiel an dem ehemaligen Stadttor erklärt: Eine Stunde nach dem Einzug der Nacht wurden die Tore geschlossen und alle, die es bis dahin nicht in die Stadt geschafft hatten, mussten bis zur Dämmerung draußen bleiben. Nur absolute Ausnahmen wurden jetzt noch eingelassen. Alle, die also noch im letzten Moment in die Stadt wollten, hatten Torschlusspanik.

Auch der Großer Garten lässt sich entweder zu Fuß oder für ermäßigt 3 Euro mit der mini Parkeisenbahn, bei der Kinder und Jugendliche als „Dienstposten Aufsicht und Parkeisenbahner“ ehrenamtlich in ihrer Freizeit tätig sind, entdecken. Bei gutem Wetter kann man hier entspannt die Seele baumeln lassen oder Frisbee spielen.

Zum Schluss kann ich für wenig Geld auch den Fürstenzug als Sehenswürdigkeit empfehlen, der direkt in der Altstadt liegt und völlig kostenlos ist. Dieses Bild auf ca. 23.000 Fliesen hat den Zweiten Weltkrieg ohne große Schäden überstanden und ist somit ein Überbleibsel aus dem 16. Jahrhundert, das die sächsischen Adligen abbildet.

3. Niemals ohne…?

Ein gültiges VVO Ticket. Natürlich sollte man nirgendwo ohne gültiges Ticket fahren, aber im Ernst: In Dresden war es besonders, wie soll ich sagen, schwierig, eine Fahrkarte zu bekommen. Ich muss zugeben, dass wir daran auch zu einem Gutteil selbst Schuld waren – dennoch: Wer eine ermäßigte Wochenkarte kaufen möchte (weil sie so schön viel günstiger ist als alle anderen Angebote), der stelle sich darauf ein, eine Kundenkarte samt Lichtbild und Stempel zu besorgen. In unserem Fall hieß das: Den Fotoautomat finden bevor der Ladenschluss uns fand.

4. Was „muss“ man gesehen haben?

Die Klassiker: Frauenkirche, Semperoper und das Grüne Gewölbe. Der Eintritt in die Frauenkirche ist ebenfalls kostenlos (zum Turm nicht). Allerdings hat mich die Restauration in der Kirche ehrlich gesagt nicht wirklich umgehauen. Von außen ist der Kuppelbau der Frauenkirche aber wunderschön und die Restauratoren haben ganze Arbeit geleistet.

Wer eine Führung in der Semperoper ergattern möchte, muss früh aufstehen, so zumindest meine Erfahrung. Da wir das nicht getan haben, haben wir uns die Oper nur von außen angeschaut, was aber auch sehr interessant war.

Und schließlich ist natürlich nicht das Grüne Gewölbe zu vergessen, das sich im Residenzschloss befindet. Inzwischen gibt es das historische Grüne Gewölbe, eine geschichtsträchtige Schatzkammer, und eine Ausstellung, die das „neue Grüne Gewölbe“ genannt wird. Hier werden ebenfalls viele Ausstellungsstücke präsentiert, die früher gut und gerne in Schatzkammern (oder Schlössern und Herrenhäusern) untergebracht worden sein könnten. Besonders fasziniert hat mich hier eine aus Elfenbein geschnitzte Fregatte, die unglaublich filigran gearbeitet war.

5. Nach einem langen Tag kehrst du wo ein?

Im Brauhaus Watzke, in dem man einen super Blick auf die Elbe hat und im Biergarten die Abendstimmung genießen kann. Wer einmal typisch sächsisches Essen oder Bier kosten möchte, ist hier genau richtig und auch Vegetarier finden leckere Gerichte auf der Speisekarte. In lauen Sommernächten kann es aber sehr voll werden, weswegen eine Reservierung bestimmt nicht schadet.

6. Wie kommst du am besten von A nach B?

Mit der Tram oder auch Straßenbahn. Die fährt im ganzen Dresdener Stadtgebiet und vernetzt alle wichtige Sehenswürdigkeiten miteinander. Die Linie 4 und 9 halten in der Altstadt und damit in der Nähe von der Frauenkirche, der Semperoper oder dem Residenzschloss. Die Linie 11 fährt in die Neustadt.

7. Das Flair der Stadt lässt sich in Dresden wo am besten genießen?

Auf den Brühlschen Terrassen. Von dort oben hat man einen tollen Ausblick auf die Elbe und auf die Dresdener Altstadt.

8. Im Umland würdest du besuchen?

Im Umfeld würde ich die Sächsische Schweiz oder die Oberlausitz zum Wandern und Radfahren besuchen.

9. Dein Lieblingsplatz?

Die Elbwiesen: Ein toller Ort, um den Sonnenuntergang zu beobachten.

Seid ihr schon einmal in Dresden gewesen? Was sind eure Favoriten und Geheimtipps? Lasst es mich in den Kommentaren wissen. 🙂

  1. Kleine Ergänzung: Fast ALLE Linien fahren durch die Innenstadt – zumindest die Straßenbahnen 🙂 Wenn man DD an einem Freitag besucht, kann man das Stadtmuseum (nicht nur Stadtgeschichte, sondern auch Kunstausstellung), die Technischen Sammlungen (liegt 10 min Bahnfahrt vom Zentrum entfernt, ist aber das beste Anfass-Museum), das Krasewski (?) und das Museum der Frühromantik ab 14 Uhr kostenlos besuchen 🙂 Besonders die ersten beiden lohnen sich! Ansonsten ist kann man DD gut zu Fuß erkunden.

    • Stimmt, war irgendwie von den Linien ausgegangen, die von meiner Unterkunft abgingen. Ups. 😉 Ach was, echt? Den Tipp kannte ich wirklich noch nicht. Wenn ich noch mal nach Dresden fahren sollte, dann an einem Freitag. 🙂

  2. Hallo Anna,
    in Dresden war ich noch nie. Eierschecke kenne ich nur aus einer Fernsehsendung, soll sehr lecker sein. Sehr schöne Bilder. Vielen Dank für die Tioos.

    Lieben Gruß
    Renate

    • Bitte. Eierschecke kannte ich vorher auch nicht, aber die Freundin, mit der ich unterwegs war, wollte sie unbedingt mal probieren. Schien sehr lecker gewesen zu sein. 😉

  3. Liebe Anna, vielen Dank für den tollen Cityguide. Ist für den nächsten Dresdenbesuch abgespeichert 🙂 Liebe Grüße, Anne

  4. Wow das ist ein toller Guide! Ich möchte unbedingt mal nach Dresden und deine Tipps müssen da unbedingt mit 😉

    • Dankeschön. 🙂 Wenn du mal die Möglichkeit hast, dann besuche Dresden auf jeden Fall. Würde mir das nächste Mal aber im Voraus unbedingt Karten für die Semperoper besorgen.

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  8. Wenn ich Glück habe und meine Kollegen meine Urlaubsvertretung übernehmen, fahre ich über Pfingsten nach Dresden *freufreu* Die „üblichen Verdächtigen“ kannte ich ja, aber das Museum Festung Dresden ist mir neu. Ich werde mir auf jeden Fall dafür ein Ticket kaufen und den unterirdischen Gängen einen Besuch abstatten. Danke für den Tipp!
    Viele Grüße
    Maria

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