Rom Vatikan

Alle Wege führen nach Rom

4 Tipps für ein Wochenende in der Ewigen Stadt

Rom und ich mochten uns von dem Moment an, in dem das Flugzeug seine Reifen auf der Landepiste aufsetzte und sie ist und bleibt für mich eine der beeindruckendsten Städte, die ich je besucht habe. Ich habe lange darüber nachgedacht, woran das liegen mag, und bin zu dem Schluss gekommen, dass es nicht nur das lebendige Flair ist, das mich so fasziniert hat, sondern vor allem die Verbindung aus Alt und Neu, aus Geschichte und Gegenwart. Und außerdem die Tatsache, dass die Stadt nach all den Jahrhunderten immer noch steht. In Rom hatte ich also gewissermaßen das Gefühl, Geschichte zu atmen und das ist eine exzellente Voraussetzung für einen unvergesslichen Urlaub – zumindest für mich.

Rom bietet viel, fast zu viel für einen kurzen Trip. Die Stadt lädt deshalb zur Rückkehr ein und alle anderen, die sie noch nicht besucht haben, zu einem ersten Date. Wer vor der Reise noch ein paar Tipps haben möchte, lese jetzt weiter.

Meine do’s in Rom

1. Auch unbekannteren Orten eine Chance geben: Cripta Cappuccini

Neben all den großen Namen (Kolosseum, Vatikan, Forum Romanum) geht leicht der Blick für weniger bekannte Orte verloren. Die Kapuziner Krypta, auch Knochenkirche genannt, unter der Kirche Santa Maria della Concezione dei Cappuccini in der Nähe der Via Veneto etwa gehört dazu. In ihr wurden die Gebeine von einigen tausend Mönchen nicht einfach nur aufgehoben, sondern zu dekorierenden Elementen angeordnet. Die Krypta mag nicht bei jedem auf Gegenliebe stoßen und kann durch die „Knochenkunst“ unter Umständen morbide erscheinen, trotzdem war sie für mich einer der interessantesten und ungewöhnlichesten Orte, die ich in Rom besucht habe. Wer also eine sehr spezielle Krypta anschauen möchte, ist hier in jedem Fall richtig. Kleine Kinder würde ich hingegen nicht unbedingt mitnehmen und das Schießen von Fotos ist aufgrund der Totenruhe nicht gestattet.

2. Touristenhotspots ignorieren und dafür lieber frische Panini probieren

Ich gebe es zu, wenn mich der kleine Hunger überfällt, lachen mich die Touristenfallen meistens ziemlich verführerisch an. Doch bisher hat es sich immer gelohnt, noch ein klein wenig abzuwarten, um aus dem größten Trubel raus in weniger frequentierte Bereiche abzutauchen. So auch in Rom. Die Paninoteca direkt neben unserem Hotel (das recht weit außerhalb lag) war das beste, was uns passieren konnte: Frische Panini und noch frischere Zutaten. Dass ich mit einer Mixtur aus Spanisch und Italienisch trotzdem bekommen habe, was ich wollte, spricht für die Betreiber, die mit einer Engelsgeduld abgewartet haben, bis wir uns sortiert hatten. Und auch ein in einer Seitenstraße gelegenes Restaurant in der Nähe des Circus Maximus hatte einen sehr guten Mittagstisch und war so viel leckerer als die ohne Liebe gebackene Pizza neben dem Pantheon. Das Suchen lohnt sich also!

3. Vergünstigungen wahrnehmen

Rom bietet gerade bei den sehr bekannten Sehenswürdigkeiten, wie dem Kolosseum, dem Forum Romanum, dem Palatin und dem Vatikan (genauso wie auch viele andere europäische Städte) einige Vergünstigungen und Preisnachlässe an. Für mich waren besonders die Rabatte für Studenten und junge Europäer unter 26 interessant. Mit den ermäßigten Tickets hatten wir darüber hinaus auch häufig Zutritt zur Fastlane, was gerade am Kolosseum ein deutlicher Vorteil ist. Sich vor der Reise zu informieren lohnt deshalb nicht nur preislich, sondern auch zeitlich.

4. Das Flair genießen

Ich erlaufe mir gerne Städte und das führt in regelmäßigen Abständen dazu, dass ich furchtbar runde Füße und noch viel furchtbareren Muskelkater in den Beinen habe. Rom hatte aber auch dafür eine, nein, eigentlich sogar zwei Lösungen: Zum einen die vielen Plätze, auf denen man zwischendurch einfach Halt machen und die Atmosphäre genießen kann; mein Liebling dabei ist der Piazza Navona. Zum anderen einen der sieben Hügel Roms – den Palatin. Wenn das Wetter schön ist, lässt sich dort ein ausgedehnter Spaziergang durch antike Hinterlassenschaften perfekt mit Pausen zwischen Palmen und Pinienbäumen verbinden. Und außerdem laden die vielen Wiesen dazu ein, die Sonne zu genießen.

Hat jemand von euch noch nette Insidertipps für Rom? Seid ihr schon mal da gewesen? Was ist eure schönste Erinnerung? Ich würde mich über Antworten in den Kommentaren oder bei Twitter sehr freuen.

In diesem Sinne: Salvete!

  1. Frische Panini genießen 😉 Das wäre jetzt genau das richtige!
    Viel Spaß weiterhin beim bloggen!

    Liebe Grüße
    Sonja

    • Dankesehr. Ja, die Panini waren echt gut, aber Rom läuft ja nicht weg. Irgendwann werde ich sicherlich noch mal vorbeischauen. 🙂

  2. Hi Anna, Schöne Bilder hast du für uns. Vielen Dank. Letztes Jahr waren wir auch in Rom. Es war schön, aber keine Stadt, die mich in ihren Bann gezogen hat. Aber das ESSEN war der Hammer. 🙂 Panini, Eis und Co. Was sind deine nächsten Reisepläne? Vielleicht hast Du mal Lust einen kleinen Post für unsere Seite zu schreiben? Liebe Grüße, Christine http://www.genussgeeks.de

    • Hallo Christine,

      meine Reisepläne innerhalb von Deutschlands habe ich gerade als Artikel veröffentlicht. Über meine Reisepläne in andere Länder habe ich zwar auch schon nachgedacht, aber ich müsste schauen, ob daraus ein ganzer Artikel werden könnte. Wie genau habt ihr euch das denn vorgestellt?

      Herzlich,
      Anna

  3. Hmm, ja, Rom ist schön! Guter Artikel! Doch eine meiner LIeblingssehenswürdigkeiten fehlt, wie fast übrall: Die Diokletiansthermen. Total zentral – nicht weit vom Hauptbahnhof, total interessant mit Kunst aus rund 2.000 Jahren Geschichte, von Römisch bis zu Michelangelo.
    https://bambooblog.de/2015/02/27/rom-die-diokletiansthermen/
    Ich fand übrigens den Roma-Pass sehr praktisch und günstig mit vielen Ermäßigungen für die Sehenswürdigkeiten.
    LG
    Ulrike

    • Hallo Ulrike,

      da ich damals noch Studentin war, hat der Pass sich für mich kaum gelohnt, aber danke für den Tipp. Jetzt werde ich ihn sicher gut gebrauchen können. 🙂 Die Thermen kenne ich tatsächlich noch gar nicht, habe deinen Artikel aber vor einiger Zeit schon einmal gelesen. Danke für deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

fünf × 5 =

%d Bloggern gefällt das: