Pacific Coast Highway

10 Tipps für einen Tagesausflug auf den Pacific Coast Highway

Entlang des Highway No.1

Der Highway 1, auch Pacific Coast Highway, ist eine der schönsten Panoramastraßen der Welt. Auf ihrem Weg liegen die Metropolen Los Angeles und San Francisco, aber auch Einsamkeit und Abenteuer. Wenn ihr, wie ich, begeistert seid von rauen Küstenlandschaften, an denen sich der Pazifik bricht, dann sind meine 10 Tipps für einen Ausflug entlang dieser wunderschönen Straße vielleicht auch etwas für euch.

1. Big Sur

Zwischen Carmel-by-the-Sea und San Simeon erstreckt sich dieser ganz besondere Teil des Pacific Coast Highway, der mit seiner schroffen Felsenküste und der unberührten Natur einfach nur wunderschön ist. Zwischen Los Angeles und San Francisco ist dieser Abschnitt der Panoramastraße auch der einsamste der Strecke, Handynetz sucht man hier vergebens.

Wer also nach einem tollen Restaurant sucht, sollte sich entweder vorher informieren oder einfach auf gut Glück anhalten: Es geht ja sowieso nur geradeaus, da verpasst man die wenigen Gelegenheiten zum Anhalten kaum. Big Sur ist also eine klare Empfehlung und sollte auf jedem Reiseplan stehen!

Zurückgelegte Strecke LA – Big Sur: 517 Km
Eintritt Keiner
Nächste Übernachtungsmöglichkeit Monterey, Carmel-by-the-Sea

2. Bixby Bridge

Auch die Bixby Bridge, die innerhalb des Streckenteils um Big Sur liegt, ist einen Besuch wert. Als berühmtestes Fotomotiv des Highway No.1 ist sie außerdem viel belagert und hatte man in den ersten zwei Stunden auf der einsamen Küstenstraße noch das Gefühl, der einzige Mensch auf der Welt zu sein, trifft man spätestens hier wieder auf Menschen. Eröffnet wurde die Brücke erstmals 1932 und verbindet die Anwohner seitdem auch in den harten Wintermonaten mit der Umwelt.

Zurückgelegte Strecke LA – Bixby Bridge: 492 Km
Eintritt Keiner
Nächste Übernachtungsmöglichkeit Monterey, Carmel-by-the-Sea

3. Seelöwen in kleinen Buchten beobachten

Wer zur richtigen Jahreszeit kommt, also von November bis April/Mai den Pacific Coast Highway entlang fährt, der hat das Glück, Seelöwen in Buchten und Stränden liegen zu sehen. Nachdem die großen Tiere im vorletzten Jahrhundert bei dem Versuch, ihren Tran zu gewinnen, beinahe ausgerottet worden wären, hat sich die Population inzwischen soweit erholt, dass viele Bullen und Weibchen an den Stränden und Buchten entlang der Panoramastraße anzutreffen sind und von mindestens ebenso vielen Menschen bestaunt werden. Hinunter zu den Tieren darf man dabei aber nicht.

4. Besuch des Julia Pfeiffer Burns State Parks

Ebenfalls am Big Sur angesiedelt ist der Julia Pfeiffer Burns State Park. Neben Übernachtungsmöglichkeiten gibt es hier vor allem die wunderschönen McWay Falls zu bewundern. Dabei handelt es sich um einen Wasserfall, der das ganze Jahr über direkt in den Pazifik fällt.

Der Strand selber ist nicht zugänglich, dafür lässt sich der verwunschene Ort aber über einen Wanderpfad von oben wunderbar einsehen. Nicht zu verwechseln ist der Park übrigens mit dem Pfeiffer Big Sur State Park.

Zurückgelegte Strecke LA – Julia Pfeiffer Burns State Park: 454 Km
Eintritt 10 USD pro Auto
Nächste Übernachtungsmöglichkeit Monterey, Carmel-by-the-Sea

5. Monterey

Monterey ist eine kleine Küstenstadt und perfekt für eine Übernachtung geeignet, wenn man den Highway No.1 von Los Angeles nach San Francisco befährt. Von hier aus lassen sich die umliegenden State Parks ganz unkompliziert erreichen und auch der Ort selber hat neben schönen Aussichten und maritimem Charme einiges zu bieten – zum Beispiel sein Aquarium und die berühmte Cannery Row.

Zurückgelegte Strecke LA – Monterey: 521 Km
Nächste Übernachtungsmöglichkeit Monterey, Carmel-by-the-Sea

6. Point Lobos State Reserve

Für das ungestörte Entdecken von Tieren und Naturschauspielen ist Point Lobos eine super Adresse. Nur wenige Minuten von Carmel-by-the-Sea entfernt, lässt es sich hier wunderbar wandern und picknicken.

Point Lobos bietet dabei atemberaubende Ausblicke auf die See und die hier ansässige Seeotter Population. Außerdem ist das State Reserve einer der wenigen Plätze, an denen die Monterey Zypresse wächst. Ein wunderschönes Rückzugsgebiet, das man unbedingt besuchen sollte!

Zurückgelegte Strecke Monterey – Point Lobos: 14 Km
Eintritt 10 USD pro Auto
Nächste Übernachtungsmöglichkeit Monterey, Carmel-by-the-Sea

7. Fahrt über den 17-Mile-Drive

Eine Panoramastraße neben der Panoramastraße ist der 17-Mile-Drive nahe Monterey. Entlang von Golfplätzen und Villen schlängelt sich diese Straße direkt am Meer dahin und bietet genau wie der Pacific Coast Highway wunderschöne Ausblicke auf die wilde Küste.

Zwar kann hier von Einsamkeit und Abenteuer nicht unbedingt die Rede sein, ist die Straße doch gut ausgebaut und von vielen Touristen befahren, dennoch lohnt es sich. Allein schon die vielen Möglichkeiten hinunter an den Strand zu gehen, haben mir die Fahrt über den 17-Mile-Drive versüßt.

Zurückgelegte Strecke Monterey – 17-Mile-Drive: 6 Km
Eintritt 10 USD pro Auto
Nächste Übernachtungsmöglichkeit Monterey, Carmel-by-the-Sea

8. Pigeon Point Lighthouse

Ich bin ja sowieso ein Fan von Leuchttürmen, deswegen muss man mich nicht überzeugen, wenn es darum geht, sich welche anzuschauen. Das Pigeon Point Lighthouse stand deshalb ganz oben auf meiner Liste der Dinge, die ich auf dem Highway No.1 unbedingt sehen wollte.

Leider war er bei meinem Besuch nicht zugänglich, aber auch die Landschaft und Abgeschiedenheit um den Leuchtturm herum waren einzigartig. Wer also genau wie ich Leuchttürme mag, der sollte hier auf jeden Fall vorbeischauen.

Zurückgelegte Strecke Monterey – Pigeon Point Lighthouse: 112 Km
Eintritt Keiner
Nächste Übernachtungsmöglichkeit San Francisco

9. Strände entlang des Pacific Coast Highway

Auch unabhängig von bestimmten Adressen lohnt sich sich unbedingt einfach überall dort anzuhalten, wo man einen schönen Strand vermutet. Die meisten davon sind nämlich durchaus zugänglich und auch wenn man häufig nicht baden kann (dazu ist die Strömung zu stark), bieten sich die vielen tollen Strände entlang des Highways trotzdem für Spaziergänge an. Aber aufgepasst: Die Möwen haben keine Berührungsängste!

10. Immer der Nase folgen

Und zu guter Letzt: Folgt bei der Erkundung des Highway No.1 einfach immer eurer Nase. Im Endeffekt war es für mich genau richtig immer an den Punkten einen Stop einzulegen, die ich vom Autofenster aus entdeckt habe. Ob das nun einer meiner Tipps ist, oder nicht, ist dabei vollkommen unerheblich. Entdeckt die Landschaft und Tierwelt einfach auf eigene Faust und steckt nur wenige Ziele, sodass am Ende kein von Ort zu Ort hetzen dabei herauskommt. Denn damit macht man sich die einmalige Stimmung entlang dieser wunderschönen Küstenstraße am schnellsten kaputt.

Was waren eure Highlights auf dem Highway No.1? Lasst es mich in den Kommentaren wissen. 🙂

Pacific Coast Highway

  1. Hey Anna, wir haben vor ein paar Tagen auch die zehn schönsten Stopps auf unserem Weg von SF nach LA vorgestellt. 😉 Den 17-Mile-Drive hatten wir wegen der angekündigten Touristenmassen ausgelassen, nach deiner Beschreibung ärgert mich das jetzt allerdings ein bisschen… Liebe Grüße, Saskia

    • Da hatten wir wohl den gleichen Gedanken; werde mir euren Bericht gleich mal anschauen. 🙂

      Herzlich,
      Anna

  2. Hallo Anna,
    schöner, informativer Artikel und super Fotos. Beim ersten Mal habe ich die Strecke zwischen LA und San Francisco ausgelassen. Bin hoffentlich nächstes Jahr noch mal an der Westküste und hole Deine Tipps nach 🙂

    LG
    Jenny

    • Hallo Jenny,

      den Abschnitt zwischen LA und SFO kann ich dir wirklich empfehlen. Ich möchte aber irgendwann die Straße weiter hoch in den Norden befahren. 🙂

      Herzlich,
      Anna

  3. Wow das sind spektakuläre Eindrücke und eine echt informative Zusammenfassung! Was für eine traumhafte Straße!

  4. Wunderschöne Bilder, ich konnte mich kaum satt sehen Ich finde das Meer bzw. in diesem Fall den Ozean faszinierend.
    Beste Grüße
    Maria

  5. Traumhaft! Ich war vor ein paar Wochen auch dort und würde wohl genau die selben Highlights nennen 🙂

    Liebe Grüße
    Jocy

  6. Wow, der Pacific Coast Highway bietet einiges und es wundert mich nicht, dass er zu den schönsten Panoramastraßen der Welt zählt.
    Jeder deiner Ausflugstipps begeistert mich und ich könnte mich im Leben nicht gegen einen entscheiden.
    Deine Fotos sind sehr gelungen und vor allem der Julia Pfeiffer Burns State Parks sowie die Seelöwen begeistern mich. Diese Tierchens sind einfach so knuffig und ich könnte sie stundenlang beobachten. Entlang des Highways kann man sich wahrscheinlich gut und gerne wochenlang aufhalten ohne einen Funken Langeweile.
    Liebe Grüße
    Dori

  7. Super Post, sehr informativ!
    Wir hatten bei unserem Besuch damals leider den 17-Mile-Drive ziemlich unterschätzt von der Länge und haben dann ziemlichen Stress bekommen. Ich fand den 17-Mile-Drive nett, würd ihn aber glaube ich nicht mehr machen, sondern mir mehr Zeit für den Highway 1 selbst nehmen.
    Lg Sabi
    http://www.smilesfromabroad.at

    • Ja, das ist natürlich nicht so toll, wenn man das Gefühl hat, hetzen zu müssen. Ich hatte für beides genug Zeit und fand deshalb auch sowohl den Highway 1 als auch die 17-Mile-Drive toll. 🙂

  8. Oh es ist so wunderschön, deine Fotos zu sehen, ich bekomme direkt Fernweh! <3 Ich kenne die meisten der Orte, jetzt wünsche ich mich so dringend dorthin zurück…. Liebe Grüße, Isabelle

    • Vielen Dank! 🙂 Ich werde den Highway 1 auch auf jeden Fall irgendwann noch einmal besuchen. Dafür habe ich einfach noch zu wenig von ihm gesehen.

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