Jahresrückblick_2017

Reiserückblick 2017: Mein Jahr in Flügen

Okay, der Titel ist vielleicht etwas reißerisch, schließlich bin ich nicht nur geflogen, sondern auch mit der Bahn gefahren. Und mit dem Auto. Aber im Endeffekt kommt es auf das Gleiche hinaus: Dieses Jahr war ein absolut verrücktes, besonderes, verwirrendes.
Ich war so viel unterwegs wie schon lange nicht mehr: Insgesamt habe ich fünf Länder bereist, Deutschland einmal ausgenommen. Ich habe Teile der Welt gesehen, von denen ich nicht gedacht hätte, dass ich sie jemals besuchen würde. Ich habe Menschen kennengelernt und gehen lassen. Ich bin an meine Grenzen gegangen. Ich habe geweint und gelacht. Und ehrlich? Im Großen und Ganzen habe ich es genossen. Der Tod ist die Langeweile – und die hatte ich 2017 ganz bestimmt nicht.

Dieses Jahr hat mich aber auch gelehrt, dass alles so kommt, wie es kommen soll, auch wenn man es nicht geplant hat oder beeinflussen kann. Irgendwie fügt es sich so, wie es am Ende auch sein soll. Was natürlich nicht heißen soll, dass mir alles zugeflogen ist. Im Gegenteil. Aber es gibt eben bestimmte Dinge, die einfach passieren, ohne dass man sie kommen sieht.
Jetzt aber zurück zum Titel: Flüge? Welche Flüge denn nun?

Flug Nr. 1 ging in die USA, genauer nach Hawaii

Diamond_Head_Hike_2

Das Jahr begann mit einem Knall – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Reise nach Hawaii war nämlich ziemlich spontan, denn ich hatte eigentlich geplant nach Japan zu fahren. Die ganze Route war schon ausgesucht, die Flüge halb gebucht, aber dann – ja dann – entdeckte ich das unfassbar günstige Angebot nach Hawaii. Und was soll ich sagen? Die Spontaneität hat gesiegt.
Es ging also in die andere Richtung, einmal quer über den Globus, mit ungeplantem Zwischenstopp in Los Angeles, direkt ins Inselparadies Hawaii. Der Aloha State hat mich fasziniert und ich habe beschlossen: Ich komme wieder!

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Flug Nr. 2 ging nach London, Großbritannien

Leadenhall Market Harry Poter Diagon Alley

Die britische Hauptstadt und ich sind wie zwei alte Freunde: Man muss sich nicht alles erzählen, was in der Zeit passiert ist, in der man sich nicht gesehen hat, aber man kann genau dort anknüpfen, wo man aufgehört hat. Ich war inzwischen schon so häufig in London, dass ich die Stadt mit ihren Attraktionen in und auswendig kenne. Trotzdem zieht es mich immer wieder zurück. Wieso? Weil man auch nach acht Besuchen immer noch Neues entdecken kann und London einfach nie langweilig wird. Und auch dieses Mal bin ich wieder mit einer Liste an Dingen zurück nach Hause geflogen, die ich unbedingt beim nächsten Mal machen muss.

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Flug Nr. 3 ging nach Prag, Tschechien

Karlsbrücke Prag

Auch in Prag war es schon mein zweiter Besuch, allerdings war ich zuletzt 2006 dort. In der Zwischenzeit hat sich einiges verändert, anderes ist genau gleich geblieben. Fasziniert hat mich an der Stadt aber schon immer die lebhafte Geschichte. Auch dieses Mal habe ich mich vor allem dem Prag der Vergangenheit gewidmet, genauer dem jüdischen Viertel mit einem der ältesten noch erhaltenen Häuser der Stadt. Hier bin ich auf den Spuren von Königen gewandelt und habe ein alchemistisches Geheimversteck entdeckt.

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Flug Nr. 4 ging nach Norditalien

Venedig Venice

Direkt im Anschluss an Prag bin ich weiter nach Norditalien gereist, genauer nach Bergamo. Eine Nacht habe ich in den Weinbergen in und um Verona verbracht, um danach die Lagunenstadt Venedig näher kennenzulernen. Italien an sich ist immer eine Reise wert und Venedig eine verwunschene Stadt – zumindest wenn man sie abseits der Touristenmassen entdeckt. Auch Verona hat mir sehr gefallen, auch wenn ich dort nur einen kurzen Zwischenstopp eingelegt habe, genauso wie der Gardasee.

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Flug Nr. 5 war eigentlich gar kein Flug

Göteborg

Denn nach Göteborg bin ich nicht mit dem Flugzeug gereist, sondern mit der Stenaline. Unschlagbarer Vorteil: Die Fähre fährt direkt vor meiner Haustür ab, sodass ich aus der Wohnung direkt ins Abenteuer fallen konnte. Und abenteuerlich war es, denn ich habe mir genau das Wochenende ausgesucht, an dem einer der größten Herbststürme über Deutschland und die Ostsee gefegt ist. Zum Glück bin ich seefest und habe den doch recht starken Wellengang unbeschadet überstanden.

Göteborg an einem Tag

Abseits dieser fünf Reisen in fünf verschiedene Länder war ich kreuz und quer in Deutschland unterwegs: Im August habe ich zum ersten Mal auf der Kölner Domplatte gestanden, im September Berlin einen Besuch abgestattet, im Oktober Bücherluft auf der Frankfurter Buchmesse geschnuppert und im November ein schönes Wochenende zusammen mit Best Western in Hamburg verbracht. Insgesamt war das Jahr 2017 also ereignisreich, spannend, verrückt und schreit nach Wiederholung – zumindest was einige Dinge angeht. Ich bin dankbar dafür, dass ich so viel erleben und sehen durfte. Aber genug vom Reisen habe ich definitiv noch lange nicht! Wie war euer Jahr 2017? Was habt ihr erlebt? Und freut ihr euch auf 2018?

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6 Kommentare auf "Reiserückblick 2017: Mein Jahr in Flügen"

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Marion

2017 war auch für mich ein chaotisches aber schönes Jahr. Ich hoffe, dass das nächste Jahr etwas ruhiger wird, aber im Großen und Ganzen habe ich es, genau wie du, genossen. Ein schönes 2018!

sileas

Was für ein tolles, abenteuerliches (Reise)jahr! Vor allem um Hawaii beneide ich dich sehr ;) Möge das neue Jahr genauso aufregend werden!