Barcelona Sagrada Familia

¡Viva Barcelona!

6 Gründe, die katalanische Metropole sofort zu besuchen

Barcelona – das Trendreiseziel 2014. Zumindest kommt es mir so vor, wenn ich auf die vielen Berichte der Reiseblogger schaue, die ich gerne lese. Viele von ihnen hat es 2014 in die pulsierende katalanischen Metropole gezogen und so auch uns, allerdings erst zum Jahresende.

Als wir das erste Mal darüber nachgedacht haben, Barcelona einen Besuch abzustatten, hatte ich gerade einen der besagten Artikel gelesen. Gebucht haben wir die Reise aber erst viel später und noch dazu extrem kurzfristig – 48 Stunden vor Abflug. Obwohl wir uns also schon länger mit dem Gedanken getragen hatten, nach Barcelona zu reisen, gab es aufgrund des Zeitmangels keine akribische Reisevorbereitung meinerseits (zu der ich gelegentlich neige).
Wir erkundeten die Stadt also mithilfe der eilig am Flughafen installierten Tripadvisor App und unserem natürlichen Spürsinn. Und das hat sich wirklich gelohnt.

Warum wir Barcelona aber trotzdem unbedingt noch einmal besuchen müssen und es jedem anderen Städteurlauber nur ans Herz legen können, die Stadt anzuschauen? Hier unsere sechs Gründe.

1. Die Sagrada Familia: Baufortschritt beobachten

Eines der Wahrzeichen Barcelonas, von Antoni Gaudí geplant und seit 1882 im Bau. Sie gehört zu den beeindruckendsten kirchlichen Bauten, die wir bisher bestaunen durften und ist in ihrer Größe und Imposanz aus unserer Sicht bisher nur mit dem Petersdom vergleichbar. Dabei kommt die Innengestaltung aber ohne Goldschmuck und Engelsfigürchen aus, was wir sehr sympathisch fanden. Allein die Architektur vermittelt dem Besucher schon ein gewisses Maß an Ehrfurcht und man bekommt einen guten Eindruck davon, welche Arbeit hinter der Errichtung eines so detailverliebten Doms steht und stand.

Tipp: Eintrittskarten in jedem Fall vorher online kaufen. Die Schlange vor den Schaltern windet sich gefühlt mindestens 2x um die Sagrada Familia; mit den im Voraus gekauften Tickets ist man hingegen innerhalb weniger Minuten in der Kirche.

2. Die reiche Geschichte: Zu viel für nur einen kleinen city break

Streng genommen gehört natürlich auch die Sagrada Familia zur bewegten Vergangenheit Barcelonas. Weil wir sie aber so außergewöhnlich fanden, hat sie einen eigenen Platz bekommen. Das heißt jedoch auf keinen Fall, dass die restlichen historischen Sehenswürdigkeiten übergangen werden sollten. Viele davon sind nämlich nicht ansatzweise so überlaufen wie die Sagrada Familia und lassen sich deshalb viel entspannter und mit mehr Gefühl für die Atmosphäre des Ortes entdecken.
Dazu gehört in jedem Fall die gotische Kirche Santa Maria del Mar, die einigen vielleicht aus Carlos Ruiz Zafóns „Kathedrale des Meeres“ bekannt ist. Sie ist von außen zwar keine Schönheit, von innen aber das ganze Gegenteil und lässt sich in den Abendstunden kostenlos besuchen.

Auch der Park Güell, ebenfalls von Gaudí angelegt, gehört neben der Sagrada Familia zu den Touristenhotspots Barcelonas, was man leider deutlich merkt. Während sich die Menschenmassen in der Kirche noch verliefen und man ohnehin den Großteil der Zeit damit beschäftigt ist, mit in den Nacken gelegtem Kopf die Kirche zu entdecken, war der Ansturm im Park Güell wesentlich deutlicher zu spüren. Das mag zuerst paradox klingen, aber da sich die Touristenmassen im Park besonders auf die Haupttreppe und die Salamander-Fontäne konzentrierten, die direkt am Eingang stehen, hatte man gerade am Anfang des Besuchs das Gefühl, dass der Park hoffnungslos überlaufen war.

Wer jedoch hinter die berühmten Gaudí Elemente schaut und den Park weiter erkundet, wird ihn sich bald nur noch mit einer handvoll anderer Leute teilen müssen. Der erste Ansturm verläuft sich also schnell. Deshalb ist uns der Park Güell auch trotz seines Bekanntheitsgrades eine Empfehlung wert. Bei Sonnenschein hatten wir von ganz oben außerdem einen einmaligen Blick auf die Stadt, während ein mehr oder wenig ambitionierter Musiker weiter den Hügel rauf vor sich hin klampfte (irgendwer hat doch immer eine Gitarre dabei).

Und schließlich sollte auch das Castell de Montjuïc bei einem Besuch Barcelonas nicht fehlen. Die alte Festung erzählt viele Geschichten – von Belagerung, Besetzung und dem Konflikt zwischen Spanien und Katalonien, der heute vielleicht aktueller ist denn je.

3. Das spanische Essen: Mediterrane Küche genießen

… und die kleinen Restaurants, in denen man sich für einen Abend durch die Speisekarte schlemmen kann. Empfehlenswert ist dabei vor allem, nicht nur die an den Hauptstraßen und Touristenadern gelegenen Lokale auszuprobieren, sondern auch einen Blick in kleine Gässchen zu riskieren. Dabei entdeckt man manchmal das ein oder andere Juwel.

4. Streetart und anderes: Kunst am Wegesrand

…ist in Barcelona an jeder Ecke zu finden und besonders gerne an den Rollläden, mit denen die Geschäfte verriegelt werden. Manchmal handelt es sich dabei zwar um die Logos des jeweiligen Ladens, häufig aber auch um detailreiche Kunstwerke, die immer zu einem genaueren Blick einladen. Auch Skulpturen sind uns in der Stadt häufig über den Weg gelaufen, meistens wunderschön in Szene gesetzt.

5. Seilbahn fahren: Luftige Höhen

Neben der Hafenseilbahn, die relativ hochpreisig ist, gibt es noch eine zweite Möglichkeit in Barcelona Seilbahn zu fahren: Der Funicular del Montjuïc. Weil auf dem Montjuïc auch das Castell de Montjuïc steht (siehe oben), haben wir uns für diese Seilbahn entschieden und es nicht bereut. Von der luftigen Gondel aus lässt sich Barcelona aus einem völlig neuen Winkel betrachten, fast so als säße man im Flugzeug. Besonders in der Abenddämmerung ist das Stadtpanorama einmalig.

6. Der Ausblick vom Montjuïc: Piratenfeeling

Einmal auf dem Montjuïc angekommen, ergibt sich gleich der nächste Aussichtspunkt: Vom Castell de Montjuïc hat man eine tolle Aussicht auf das Meer und den Hafen Barcelonas. Und während ich vor den Steinmauern der Festung stand, neben mir eine gusseiserne Kanone, und den Sonnenuntergang beobachtete (kitsch), fühlte ich mich ein klitzekleines bisschen an Fluch der Karibik erinnert. Zumindest bis mein Blick auf das nächste wolkenkratzerhohe Kreuzfahrtschiff fiel…

  1. Barcelona ist meine Traumstadt!! Ich war schon mehrere Male dort und es gibt immer wieder Neues zu entdecken. Zum Punkt "schlemmen" hast du absolut Recht: Bloß nicht die Touri-Läden ansteuern, sondern die echt spanischen Läden. Wenn du nochmals dort bist, probiere unbedingt mal die Tapasbars "El Xampanyet" und "Tapeo, anem de tapes" in der Carrer de Montcada (Nähe Picasso-Museum) aus.

    • Oh, vielen Dank für deinen Tipp! 🙂 Wenn ich noch mal hinfahren sollte (und das wird irgendwann bestimmt noch mal passieren), werde ich die Bars mal ausprobieren. Ich bin der Meinung, dass ich das "El Xampanyet" sogar im Vorbeilaufen registriert habe. Welche ist denn deiner Meinung nach die bessere?

      Herzlich,
      Anna

  2. Hallo Anna,
    in Barcelona waren wir auch erst vor kurzem – der Trend scheint also noch nicht vorbei zu sein 😉 Ganz tolle Fotos hast du dort gemacht und vor allem die Bilder aus dem Park Güell finde ich klasse. Bei unserem Besuch im März war der blaue Turm des Gaudi-Gebäudes leider eingerüstet. Ein menschenleeres Foto dort entstehen zu lassen ist ja gar nicht so einfach, aber das ist dir super gelungen 🙂

    Wir waren auch in den anderen Gaudi-Gebäuden La Pedrera und Casa Batllo (mit je 21,50 Euro Eintitt aber wahrlich nicht günstig). Die Dachterrasse bei La Pedrera ist beeindruckend surreal und bei Casa Batllo sind es vor allem die vielen individuellen Zimmer und das blau geflieste Treppenhaus a la Gaudí.

    Herzliche Grüße
    Anke

  3. Hallo Anke,

    vielen Dank! Ich hoffe, ihr hattet im März besseres Wetter? War nämlich gar nicht so einfach bei dem grauen Himmel im November schöne Fotos zu machen. Ja, der Eintritt hat mich leider davon abgehalten, die anderen Gaudi-Gebäude zu besuchen, das war mir dann leider doch ein bisschen zu teuer (Studentin ;-)). Aber wieder besuchen würde ich die Stadt in jedem Fall noch einmal, allein schon um beim Montserrat vorbeizuschauen, das habe ich nicht mehr geschafft.

    Herzlich,
    Anna

  4. Hallo Anna,

    Barcelona ist für mich eine der Städte, in denen ich auch gerne eine längere Zeit leben würde. Direkt am Meer und ein quirliges Flair. Eine tolle Aussicht auf die Stadt hat man auch von den Bunkers del Carmen. Auch die ganzen kleinen Vintage Lädchen und natürlich das Essen begeistern mich jedes Mal aufs Neue! Hach, ich komm schon wieder ins Schwärmen!

    Liebe Grüße an dich

    Marie

    • Ja, Barcelona ist auf jeden Fall eine tolle Stadt. Ich würde auch gerne noch einmal hinfahren und noch mehr von ihr sehen. 🙂

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