5 Tipps für den Flughafen Security Check

Wie du die Schlange nicht aufhältst

Kennt ihr sie auch? Die Menschen, die am Flughafen in der Schlange zum Security Check stehen und erst kurz vor dem Metalldetektor bemerken, dass sie noch fünf Sprühdeos, zwanzig Duschgels, drei scharfe Küchenmesser und einen Packen volle 1,5 Literflaschen von Aldi dabei haben? Ja?
Na dann verstehen wir uns ja. Und ich hoffe inständig, dass ihr nicht dazu gehört.
Ich bin ja normalerweise ein sehr geduldiger Mensch. Wirklich. Das sag ich jetzt nicht nur so. Aber wenn ich in der Schlange zum Security Check stehe, brennt mir manchmal der ein oder andere Nerv durch, zumindest dann, wenn ich besagte Menschen vor mir in der Schlange stehen habe. Das kann dann schon mal zu genervtem Augenrollen, Füßescharren und demonstrativem auf-die-Uhr-gucken führen. Ich weiß, dass das die Situation nicht besser macht und dass die Leute dadurch wahrscheinlich eher langsamer als schneller werden. Aber egal. Wenn die mich aufhalten dürfen, darf ich auch genervt sein.
Damit ihr euch beim nächsten Security Check gut vorbereitet in die Schlange einreihen könnt und nicht eure drei liebsten Küchenmesser verliert (ungelogen, das ist mir echt mal passiert) hier meine fünf Tipps (die natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben).

Tipp 1: Flüssigkeitsbegrenzung beachten

Die Regel, dass man Flüssigkeiten zwar grundsätzlich mitnehmen darf, dabei aber gewisse Einschränkungen hinzunehmen hat, ist jetzt nicht mehr so neu. Trotzdem gibt es immer wieder Menschen, die eine ellenlange Diskussion mit dem Sicherheitsbeamten wegen einer Flasche Shampoo anfangen und am Ende doch verlieren. Deshalb habe ich mir angewöhnt meine zwanzig Duschgels im Koffer zu deponieren und für den Flug nur ein (oder mehrere) bis zu 100ml kleines Behältnis mitzunehmen. An diese Reisegrößen ran zu kommen ist im Prinzip ganz einfach: Es gibt sie in jeder Drogerie und wer es etwas ausgefallener mag, kann sich beispielsweise auch beim Möbelschweden wieder befüllbare Flaschen in der 100ml Größe kaufen. Ich persönlich finde die aber meistens doch etwa zu klobig und befülle lieber die Drogerie Reisegrößen wieder.
Zu den Flüssigkeiten zählen dabei etwa neben Trinkbarem auch Pasten, Lotionen und Gels, aber auch Wimperntusche oder Roll-On-Deos. Hier findet ihr mehr Infos dazu auf der Website vom Hamburger Airport.

Tipp 2: Plastikbeutel vorher kaufen

Dieser Tipp geht mit dem ersten Hand in Hand, denn die Flüssigkeiten dürfen nicht überall im Handgepäck verstreut liegen, sondern müssen sich in einem durchsichtigen wiederverschließbaren Plastikbeutel befinden, der ein Fassungsvermögen von max. 1 Liter nicht überschreitet. Das heißt: Ihr dürft grundsätzlich beliebig viele 100ml Gefäße voll Flüssigkeit mitnehmen, solange sie in den Beutel passen und dieser sich noch verschließen lässt. Diese Beutel sind, wenn man sie vergisst, direkt am Flughafen zwar auch zu kaufen, aber verflixt teuer (ich spreche da aus eigener Erfahrung). Wenn man vorher daran denkt, gibt es einen wesentlich günstigeren Weg, an diese wiederverschließbaren Beutel zu kommen, und zwar wieder im Drogeriemarkt eures Vertrauens. Dort gibt es die 1 Liter Gefrierbeutel mit Doppel-Schnellverschluss für unter einem Euro in der 20er Packung. Ich habe mir einmal so einen Packen gekauft und habe ihn immer noch in der Küche liegen. Sehr praktisch also.

Tipp 3: Elektronische Geräte können überprüft werden

Elektronische Geräte wie Laptops oder ähnliches müssen ebenfalls aus dem Handgepäck genommen und dem Sicherheitspersonal vorgelegt werden. Teilweise werden sie sogar auf Sprengstoffe untersucht (was wirklich ärgerlich sein kann, wenn man es eilig hat). Daher mein Tipp: Nehmt den Laptop schon vorher raus, sodass ihr nicht lange in eurem Rucksack kramen müsst oder transportiert ihn gleich in einer Laptoptasche, die ihr schnell öffnen und in die Schalen vor dem Detektor legen könnt.

Tipp 4: Gefährliche Gegenstände gar nicht erst mitnehmen

Gefährliche Gegenstände, wie zum Beispiel eure heißgebliebten Küchenmesser, werden auf keinen Fall den Security Check überleben. Wenn ihr sie also nicht lieblos entsorgt sehen wollt, packt sie vorsichtshalber gar nicht erst ein. Zu den gefährlichen Gegenständen, die im Handgepäck nicht erlaubt sind, gehören derweil etwa Waffen und waffenähnliche Gegenstände, spitze und scharfe Gegenstände, Nagelfeilen, Flaschenöffner und Schraubenzieher. Auch stumpfe Gegenstände wie beispielsweise Skateboards dürfen nicht mit an Board genommen werden, von Sprengstoffen natürlich ganz abgesehen. Wer hier genaueres wissen möchte, dem verlinke ich noch einmal die Website des Hamburger Airports (der auch für die obigen beiden Tipps sehr hilfreich ist). Auch diese Auflistung erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Tipp 5: Vorbereitung ist alles

Und zu guter Letzt: Natürlich müssen auch Jacken, Gürtel und teilweise Schuhe aufs Band gelegt werden, damit sie kontrolliert werden können. Deshalb lege ich meinen Gürtel schon ab, wenn ich mich in die Schlange stelle, genauso wie Uhren und großen Schmuck. Dasselbe gilt für Winterschuhe. Seit ich einmal aufgefordert worden bin, meine Schnürstiefel auszuziehen (das hat ewig gedauert), trage ich auf Flügen nur noch praktische Schuhe mit Reißverschluss, die sich schnell an- und wieder ausziehen lassen. Und auch die Taschen meiner Hosen sind immer wieder für Überraschungen gut.

Ich hoffe, ich konnte euch den ein oder anderen Tipp geben, um schneller durch den Security Check zu kommen. Habt ihr noch Ideen, wie es fixer gehen könnte oder ist es euch egal, wie lange ihr ansteht? Schreibt es mir in den Kommentaren!

  1. Könnte dieser Artkel bitte mit jeder Flugbuchung verteilt werden? Dieses Warten und dabei zuschauen wie gekramt, diskutiert und im besten Fall noch ein Liter Wasser auf einmal getrunken wird, macht mich auch wahnsinnig. Aber wahrscheinlich wird sich das nie ändern. Tief durchatmen 😉

    • Dass der ganze Liter Wasser weggetrunken wird, das habe ich auch schon mal gesehen. Könnte ich gar nicht so aus dem Stegreif. 😉

      Herzlich,
      Anna

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