Route 66 Arizona

Route 66 Roadtrip: Planung & Sehenswertes

Die Route 66 ist die Mutter aller Straßen, der Roadtrip-Traum schlechthin. Auch ich wollte auf meiner Tour durch den Westen der USA unbedingt auf ihr unterwegs sein – wenn auch natürlich nur auf einem Teilstück. Denn die gesamte Route 66, wie sie ehemals gebaut wurde, gibt es heute leider gar nicht mehr. Dennoch sind immer noch Teilstücke erhalten, die man befahren kann, um den Mythos der Straße auf den Grund zu gehen. Was ich auf der Route 66 erlebt habe, liest du hier. Wenn du mehr an praktischen Tipps rund um die Reiseplanung für die Mutter aller Straßen interessiert bist, dann wird dir dieser Artikel weiterhelfen.

Welchen Streckenabschnitt wähle ich?

Die erste Frage, die ich mir bei der Reiseplanung für die Route 66 gestellt habe, war die Frage nach dem Streckenabschnitt. Im Vorfeld habe ich viel recherchiert und bin auch im Hinblick auf meine weitere Reiseplanung zu dem Schluss gekommen, dass die Strecke zwischen Williams und Oatman der schönste und für mich passendste Abschnitt ist. Da ich ohnehin auf dem Weg nach Los Angeles war, habe ich mich also für diese Strecke entschieden – und ich habe es nicht bereut.

Route 66 Arizona

Genaue Route: Wie befahre ich von Williams aus die Route 66?

Die zweite Frage, die sich mir nach einem Blick auf Google Maps gestellt hat, war die Frage nach der genauen Strecke. Denn die historische Route 66 ist manchmal nicht so einfach zu finden, wie man meinen könnte. Das liegt daran, dass sie in Teilen durch moderne Interstates ersetzt wurde oder auch einfach anders heißt. Deshalb an dieser Stelle eine kleine Webgeschreibung: Von Williams aus geht es zunächst auf die I-40 Richtung Lake Havasu City. Die I-40 wird bei Ausfahrt 139 Richtung Crookton Rd. verlassen. Jetzt befindet ihr euch auf der historischen Route 66, die parallel zur Interstate verläuft. Jetzt müsst ihr nur noch der Straße bis Oatman folgen.

Was gibt es auf der Route 66 zu sehen?

Der Streckenabschnitt zwischen Williams und Oatman bietet eine Menge, deshalb sollte man zeitlich einen großen Puffer einbauen, wenn man wirklich alles sehen möchte. Hier meine Tipps für die Strecke.

Route 66 Arizona

Seligman

Als Geburtsort der Route 66 versteht sich diese kleine Ortschaft, die man auf der von mir skizzierten Route als erstes erreicht. Seligman wartet dabei mit allem auf, was das kitschige Route 66 Herz begehrt: Erste Anlaufstelle dafür ist der Angel & Vilma Delgadillo’s Giftshop. Aber auch neben Puppen auf Oldtimern lässt sich hier einiges entdecken. Dazu zählt zum Beispiel das Return to the 50s Museum oder das Route 66 Motoporium. Alles in allem ist Seligman natürlich zu 100% auf den Tourismus ausgerichtet, den die Route 66 anspült. Das sollte man wissen und mögen, ansonsten wird der Kitsch schnell zu viel.

Hackberry

In eine ähnliche Kerbe schlägt der Ort Hackberry, den man etwa 100 Km nach Seligman durchfährt. Hier ist ein Stopp beim Hackberry General Store Pflicht, denn der kultige Laden hortet alles, was irgendwie nach Route 66 aussieht. Für Hackberry gilt deshalb des gleiche wie für Seligman: Wer auf historisch verklärten Kitsch steht, sollte anhalten. Aber auch die ein oder andere gute Foto-Gelegenheit ergibt sich hier.

Kingman

Weiter geht es in Richtung Kingman. Wer einen Übernachtungsstopp einlegen will, kann das hier tun, denn Kingman ist zwar klein, bietet aber einige Schlafmöglichkeiten an. Besonders sehenswert ist die Downtown Beale Street mit einigen alten Häusern aus der Entstehungszeit des Ortes. Auch das Mohave Museum of History and Arts ist einen Abstecher wert, genauso wie die Grand Canyon Höhlen, eine der größten Trockenhöhlen Nordamerikas.

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Cool Springs Station

Mein persönliches Hightlight war die Cool Springs Station. Zwar trifft man auch hier auf allerlei Kitsch, der Ladeninhaber ist aber ein echtes Unikat und lässt sich gerne auf den ein oder anderen Smalltalk ein. Die Cool Springs Station markiert außerdem den meiner Meinung nach abenteuerlichsten Abschnitt der Route 66. Denn von hier aus geht es jetzt im Zickzack über Wege, die nur noch mit Mühe als Straße zu bezeichnen sind. Dafür ergeben sich aber immer wieder unglaublich schöne Ausblicke.

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Sitgreaves Pass

Über den Sitgreaves Pass geht es jetzt über eine sehr kurvenreiche Straße bis nach Oatman. Für mich war das landschaftlich der schönste Abschnitt mit atemberaubenden Blicken auf die umliegende Landschaft. In den wenigen Parkbuchten habe ich immer wieder angehalten, um Fotos zu schießen und die Aussicht zu genießen. Nehmt euch unbedingt Zeit und hetzt euch auf keinen Fall – das ist allein schon wegen der sehr bedenklichen Straßenverhältnisse nicht zu empfehlen.

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Oatman

Oatman ist eine ehemalige Goldgräberstadt und genau wie Seligman ein absoluter Touristenmagnet. Das Besondere an Oatman sind aber neben den alten Häuserfassaden definitiv die Esel, die man gar nicht verpassen kann. Insgesamt ist Oatman in Gänze sehenswert und mit seiner Goldgräber Vergangenheit definitiv ein Stück Geschichte.

Kosten: Ist das Befahren der Route 66 kostenlos?

Ja, das Befahren der Route 66 ist auf dem von mir genannten Streckenabschnitt kostenlos (oder war es zumindest bis zum April 2016; genaue und aktuelle Informationen darüber müsst ihr gegebenenfalls selber recherchieren). Kostenpflichtig können aber natürlich die anderen Straßen, vor allem die Interstates, sein. Dabei kommt es aber ganz darauf an, woher ihr kommt und in welcher Richtung ihr meine Route befahrt.

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Route 66: End of Trail

Wer sich auch noch das Ende der berühmten Route 66 anschauen möchte, obwohl er nur eine Teilstrecke gefahren ist, der muss noch bis Los Angeles durchhalten. Dort auf dem Santa Monica Pier endet die Mutter aller Straßen und damit auch mein Artikel über die Planung von deinem Route 66 Roadtrip.

Ich hoffe, ich konnte denjenigen unter euch, die einen Trip über die Motherroad planen, ein bisschen weiterhelfen. Jetzt bleibt mir nur noch euch viel Spaß zu wünschen und eine sichere Fahrt!

  1. Toll, bei mir steht demnächst genau die Reise an. Danke für die tollen Tipps!

    Melanie

  2. Ich wusste gar nicht, dass es so viel auf der doch recht kurzen Teilstrecke zu sehen gibt!

  3. bei unserem westküstentrip durfte ein stück route 66 auch nicht fehlen. wir haben das mit dem grand canyon verbunden und hatten das kleine stück kingman-seligman.

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