New York Top of the Rock

New York in 48 Stunden

Eine Routenzusammenstellung für Großstadtdschungel Abenteurer

48 Stunden in New York? Vielleicht sogar das erste Mal? Oder nur auf Durchreise? Bei der Vielfalt an Sehenswürdigkeiten und Sehenswertem kann man da schon mal den Überblick verlieren.

Grundsätzlich bietet New York natürlich auch für mehr als nur zwei Tage genügend Möglichkeiten und Sightseeingspots und auch wir haben uns bei unserer ersten Reise für den Big Apple mehr Zeit gelassen. Dennoch: Auch in 48 Stunden lässt sich ein erster Eindruck gewinnen und unvergessliche Reiseerinnerungen sammeln.

Die Routenvorschläge sind natürlich nur als Anregung zu verstehen und sollen im Wesentlichen zeigen, was für uns an einem Tag machbar war und was nicht – denn auf der Karte sieht Manhattan meistens leicht ablaufbar aus. Das ändert sich aber, wenn Verkehr und wirkliche Entfernungen in die Planung miteinbezogen werden.

Die Routenvorschläge sind darüber hinaus für den Sommer und fußfreudige Reisende ausgelegt, denn wir erlaufen uns gerne Städte. Dies stieß bei dem ein oder anderen Amerikaner zwar auf Unverständnis („Ihr könnt doch das Taxi nehmen?!“), aber im Endeffekt waren wir auf diesem Weg immer schneller und haben mehr von der Stadt gesehen. Wem es also möglich ist zu laufen, dem sei dies empfohlen.

Nun denn.

Tag 1

Brooklyn Bridge

Ausgehend von der Metro Station High Street im Stadtteil Brooklyn lässt sich der Morgen mit einem Spaziergang über die Brooklyn Bridge beginnen. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf Manhattan und die Manhattan Bridge (eine Schwester der Brooklyn Bridge). Aufpassen muss man auf der Brücke allerdings auf die Fahrradfahrer, die keinerlei Rücksicht auf fotografierende, staunende oder einfach nur dastehende Touristen nehmen.

9/11 Memorial

Auf der anderen Seite angekommen geht es dann in ungefähr zwei Kilometern Fußweg (Bahn und Bus dauern deutlich länger) zum 9/11 Memorial. Der Eintritt ist kostenlos, wir hatten zur Sicherheit aber noch eine Bestätigung online angefordert und ausgedruckt (für eine service charge von $4).

Damit kommt man – wenn viel los ist – auch in die Fastlane. Die Gedenkstätte an sich ist beeindruckend und traurig zugleich, besonders wenn man die „Fußabdrücke“ der ehemaligen Tower sieht und die an deren Rand eingelassenen endlos langen Opfernamen liest. Die weißen Rosen sollen zudem an die Geburtstage der jeweiligen Personen erinnern.

Trinitiy Church, Börse, Staten Island Ferry und Miss Liberty

Vom 9/11 Memorial lässt sich die Trinity Church ebenfalls zu Fuß gut erreichen. Die Kirche wirkt durch den neugotischen Stil wie ein Relikt aus der Vergangenheit, das inmitten der modernen Wolkenkratzer New Yorks hängen geblieben ist. Wem der Trubel der Stadt ein bisschen zu viel wird, findet innen deshalb einen Ruhepol, der sich für eine Pause gut nutzen lässt.

Weiter gehts im Financial District über die New York Stock Exchange und den Charging Bull zur Promenade hinunter und damit zur Anlegestelle der Staten Island Ferry. Die Fahrt damit ist kostenlos und führt vorbei an der berühmtesten Amerikanerin New Yorks: Der Miss Liberty.

Da Liberty Island und Ellis Island leider häufig gesperrt sind (und der Zugang zur Freiheitsstatue ebenso) haben wir uns dafür entschieden, nach Staten Island überzusetzen und damit die Touristenboote und -preise umgangen. Wer die beiden Inseln aber in jedem Fall besichtigen möchte, sollte sich vorher gut informieren, ob sie auch zugänglich sind.

Diejenigen, die sich für die Staten Island Ferry entscheiden, können auf der Insel noch einen ausgedehnten Spaziergang unternehmen, essen oder einfach die Seeluft genießen. Wer Abends mit der Staten Island Ferry übersetzt, kann außerdem tolle Fotos von der beleuchteten Skyline Manhattans machen.

Tag 2

The High Line

Tag zwei beginnt am High Line Park im Westen Manhattans. „The High Line“ trägt seinen Namen deshalb, weil er eine ehemalige Hochbahntrasse ist, die inzwischen aber begrünt wurde und zum Park umgestaltet ist. Geht man die volle Länge ab, beginnt man im Meatpacking District in der Nähe des Hudsons (je nachdem, wo das Hotel liegt, bietet es sich an, das Wassertaxi zu nehmen) und folgt der Trasse bis zur West 34th Street.

Broadway, Times Square, Top of the Rock

Von dort aus geht es dann mit dem Bus oder weiter zu Fuß entlang des Broadways zum Times Square. Diesem standen und stehen wir mit gemischten Gefühlen gegenüber, denn irgendwie gehört der Besuch zwar schon zu einem New York Urlaub dazu, aber wirklich viel konnten wir dem Times Square nicht abgewinnen.

Maximal die dort angebotenen vergünstigten Musical Karten würden aus unserer Sicht einen Mehrwert generieren. Wer die bekommen will, muss aber extra früh aufstehen.

Wer es am Times Square, wie wir, also nicht lange aushält, läuft in etwa einer Viertelstunde zum Rockefeller Center und lässt sich dort mit dem Lift hinauf zum Top of the Rock schießen.

Auf der Aussichtsplattform hat man einen einmaligen Blick auf Manhattan und auf das Empire State Building. Wir haben uns zudem bewusst für diese Aussichtsplattform entschieden, weil das Empire State Building im Vergleich eindeutig die schönere Kulisse bietet. Auch die Ausstellung im Rockefeller Center über dessen Entstehung und Geschichte ist gut aufgemacht und stimmt auf den Besuch der Plattform ein.

Die Plattform ist darüber hinaus (natürlich) kostenpflichtig und auch hier lohnt es sich, die Karten vorher online zu kaufen.

5th Avenue, St. Patrick’s Cathedral, Central Park

Vom Rockefeller Center entlang der berühmten 5th Avenue geht es nun weiter über die St. Patrick’s Cathedral zum Central Park. Diejenigen, die genug vom Laufen haben, können dort Fahrräder ausleihen, mit denen sich der Park sowieso viel besser erkunden lässt. Einen Nachmittag auf einer der Wiesen oder in der Nähe eines der Seen zu verbringen, ist uns also durchaus eine Empfehlung wert.

Wer noch Zeit und Lust hat, kann einen Blick in das Museum of Natural History werfen, für das man den Central Park einmal durchqueren muss. Alle, die „Nachts im Museum“ gesehen haben, werden ein ganz bestimmtes Dinosaurierskelett mit Sicherheit wiedererkennen. Der Eintritt ist prinzipiell kostenlos, allerdings muss man sich trotzdem ein Ticket am Eingang abholen. Dabei sollten die ausgewiesenen „Eintrittspreise“ nicht irritieren, da sie strenggenommen nur Spenden an das Museum sind. Das ist auf eine Einigung zwischen Stadt und Museum zurückzuführen, da die Stadt den Baugrund unter der Auflage zur Verfügung gestellt hat, kostenlosen Zutritt zu dem Museum zu gewähren. Nicht kostenlos sind hingegen bestimmte Sonderausstellungen innerhalb des Museums, die dann aber auch als solche gekennzeichnet sind und bei denen man ein gesondertes Ticket vorzeigen muss. Das gleiche gilt im Übrigen auch für das Metropolitan Museum of Art.

Metropolitan Museum of Art

Abschließen lässt sich der Tag dann mit einem Besuch im Metropolitan Museum of Art, auf dessen Dachterrasse man den Sonnenuntergang mit einem Cocktail ganz besonders gut genießen kann. Cheers!

Was sind eure Lieblingsspots in New York? Habt ihr auch Routenvorschläge? Wir würden uns über Kommentare hier oder bei Twitter sehr freuen!

Noch nicht genug von New York gelesen? Dann schau dir doch noch unsere Lieblingsplätze im Big Apple an.

  1. Hallo Anna,
    toller, informativer Beitrag mit ansprechenden Bildern. Wir erlaufen uns auch gerne die Städte und New York ist ideal dafür. Selbst wenn du nur wenig Zeit hast, kannst du einen ersten Eindruck gewinnen. Deine Tipps helfen dabei.

    Wir lieben New York sei wir das erste Mal da waren. Am liebsten würden wir jedes Jahr hinfahren. Das geht leider nicht. Die High Line haben wir im Dezember besucht bei sonnigstem Wetter. Und abends ging es in den Highline Ballroom, ein Musikclub direkt daneben.
    LG
    Renate

    • Hallo Renate,

      ja, New York ist toll, da stimme ich dir zu! 🙂 Allerdings hat es mich am Anfang etwas überfordert. Die High Line habe ich im August besucht und ich wäre in der Hitze fast gestorben. War trotzdem schön, vor allem weil man die Strecke in Ruhe abgehen kann und nicht die Auto- und Fußgängermassen wie auf den Bürgersteigen bewältigen muss. 🙂

      Herzlich
      Anna

  2. ich will so gern einmal new york von oben fotografieren. ich war als kind ja mal da und fände es unglaublich spannend, die eindrücke zu erneuern.

    • Vom Rockefeller Center aus war New York wirklich beeindruckend. Wenn du die Chance hast, mach es auf jeden Fall! 🙂

  3. Pingback: Durch 6 Bundesstaaten der USA - Die Gradwanderung

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