How to Langstreckenflug

Wie du die Zeit im Flugzeug überstehst

Jeder, der schon einmal für längere Zeit im Flugzeug saß, kann bestätigen, dass diese Stunden eine ziemlich strapaziöse Angelegenheit werden können. Ich erinnere mich nur äußerst ungern an meinen Flug nach Australien, dessen längste Etappe die Langstrecke von Frankfurt nach Singapur über 13 Stunden war. Oder an den in die Staaten, der mich mit immerhin 9 Stunden auch schon an Grenzen gebracht hat. Und wie ich meinen Eltern als Kleinkind bei langen Flügen auf den Geist gegangen bin, will ich gar nicht wissen.
Eins hatten sie aber alle gemein: Die Uhr war mein größter Feind und je öfter ich drauf geschaut habe, desto höhnischer haben mich die Zeiger angegrinst. Was kann man also tun, um am Ende nicht völlig apathisch und gebrochen aus dem Flugzeug zu kriechen? Hier meine 5 Tipps, mit denen ihr die Zeit hoffentlich zumindest ein bisschen erträglicher gestalten könnt.

Vorbereitung ist alles: Früher Check-In

Das gilt natürlich nicht nur für Langstreckenflüge, aber trotzdem dort besonders: Bereitet euch vor. Das heißt zum Beispiel: Checkt euch möglichst früh ein, sodass ihr noch die freie Auswahl bei den Sitzplätzen habt. Denn für Leute wie mich, die groß sind, ist ein Fensterplatz aus verschiedensten Gründen nicht die optimalste Wahl. Deshalb gilt: Sobald es möglich ist, Sitzplatz vormerken. Ein paar ausgestreckte Beine können auf einem 13 Stunden Flug fast die Welt bedeuten.

Der Gegner: Die trockene Luft

Wenn mich irgendetwas am Fliegen, neben dem langen Sitzen, wirklich anpestet, dann die trockene Luft. Bei wirklich kurzen Flügen geht das gerade eben noch, aber ab zwei Stunden aufwärts sind meine Augen rot und jucken wie verrückt. Kennt das irgendwer?
Dagegen tun kann man nicht viel, außer genügend (Wasser, Alkohol ist keine gute Idee) zu trinken. Ich habe für mich auch noch die Möglichkeit von Augentropfen entdeckt, wobei das nur eingeschränkt funktioniert. Die trockene Luft schlägt mir persönlich aber nicht nur auf die Augen, sondern ebenso auf die Haut. Deswegen habe ich immer eine von diesen Reisegrößen Hand- und Gesichtscreme dabei. Und für Kontaktlinsenträger: Nehmt sie vorher raus und steigt auf die Brille um, ihr tut euch damit wirklich einen Gefallen.

Von Eiszeiten und Hitzewallungen

Ich weiß nicht, was es ist, aber: Am Anfang und kurz nach dem Start sind Flugzeuge meistens so gut geheizt, dass ich mir den mitgebrachten Schal, den Wollpulli und das zweite Sweatshirt sofort ausziehe, nur um sie nach spätestens einer halben Stunde mit klappernden Zähnen wieder anzuziehen. Daher ist meine Empfehlung für Langstreckenflüge der Zwiebel Look, denn die dünnen Airline Decken bringen nicht wirklich viel. Davon abgesehen ist für besondere Frostbeulen ein Fensterplatz nur bedingt geeignet, da ist es nämlich (nach meiner Erfahrung) besonders kalt.

Die Nachtruhe

Es gibt ja Leute, die sollen in Flugzeugen schlafen können. Ist mir bisher leider noch nie gelungen; das was am nächsten dran war, war leichtes Dösen und gleich darauf genervtes Aufschrecken, als sich mein Sitznachbar den nächsten Wodka bestellt hat (er hatte Flugangst). Um aber die Chancen zu erhöhen, dass ihr zumindest für ein paar Minuten die Augen zubekommt (so ein Powernap sollte nicht unterschätzt werden), nehmt euch die berühmte Schlafmaske, ein Nackenkissen und eine (eigene) Decke mit, sofern das alles ins Handgepäck passt. Denn, wie ich oben schon schrieb, sind die Airline Decken meistens ziemlich dünn und bringen bei ausgeprägtem Kälteempfinden fast nichts. Und auch die Tatsache, dass man seinen Kopf anständig ablegen kann, spricht für ein Nackenkissen.

Für die Schlaflosen

Wer, wie ich, ausschließlich in Ausnahmefällen ein Auge zukriegt, dem bleibt nur das (Bord)entertainment, das aber, je nach Airline, mal mehr und mal weniger gut sein kann. Wenn man Pech hat, funktioniert der Monitor nicht und man muss mit dem Bordmagazin vorliebnehmen. Um dem vorzubeugen, packe ich meistens einen vollgeladenen MP3-Player (Hörspiele sind klasse, weil man sich mit ihnen wirklich gut beschäftigen kann) mit eigenen Kopfhörern ein. Der letzte Punkt ist mir persönlich sehr wichtig, denn bei fremden kann ich mir sicher sein, dass sie nach einer bestimmten Zeit im Ohr weh tun. Auch einige Spiele auf dem Smartphone (mein Favorit ist Tempel Run) und eine Powerbar verkürzen die Wartezeit deutlich. Wenn man das Glück hat und die Filmauswahl stimmt, spricht aber natürlich auch nichts dagegen, sich ein paar davon anzuschauen.

Wer jetzt noch ein paar mehr Tipps haben möchte, der schaue einmal bei Beatrice von Reisezeilen, Conni von Planetbackpack und Christine von Lilies Diary vorbei, die das Thema Langstreckenflüge ebenfalls thematisiert haben.

Welchen dieser Tipps habt ihr schon einmal ausprobiert? Oder seid ihr noch keine Langstrecke geflogen und musstet euch deshalb mit solchen Fragen noch nie auseinandersetzen? Schreibt es mir in den Kommentaren. 🙂

  1. Da geb ich dir vollkommen recht, lange Flüge können ganz schön anstrengend sein. Ich finde da einen Platz am Gang immer noch am bequemsten. Aber glücklicherweise gehöre ich zu den Menschen, die zu jeder Zeit und überall schlafen können – sehr nützlich beim Fliegen 😉

    • Das würde ich wirklich gerne können. Im Zug oder Auto ist es bei mir auch überhaupt kein Problem, aber im Flugzeug – keine Chance. Frag mich nicht, woran es liegt. Aber ich stimme dir zu: Gangplätze sind am bequemsten. Es sei denn, die Stewardessen rollen mit ihren Wägelchen über deinen Fuß (schon passiert). 😉

  2. Hallo Anna, Vielen Dank für deinen Artikel und die Tipps! Langeweile auf Reisen ist wirklich immer blöd, obwohl die Vorfreude da ist, vergeht die Zeit einfach zu langsam. Wir haben auch einen Post mit unseren Reisetipps auf dem Blog. Vielleicht ist da auch noch etwas Interessantes dabei. Liebe Grüße Christine http://genussgeeks.de/reisetipps-travel-essentials/

    • Hallo Christine,

      ja, genau so ist es. Ich nenne das immer Flugzeug-Minuten. Da vergeht die Zeit anders als sonst. 😉 Ich schaue gerne mal bei eurem Artikel vorbei.

      Herzlich
      Anna

  3. also ich muss sagen, dass der flug nach san francisco wesentlich weniger anstrengend war, als ich es befürchtet hab. dank stützstrümpfen (die ich zuerst als lächerlich abgetan hab) sind sogar meine zehen warm geblieben, weil die beine immer gut durchblutet waren. beim hinflug war ich zu aufgeregt um zu schlafen, beim rückflug bin ich immerhin fast auf 5h schlaf gekommen, das ging echt gut. mit den filmen hatte ich glück, 3 konnte ich ansehen, die ich ohnehin im kino verpasst hab. sonst ist lesen, immer wieder aufstehen, kreuzworträtsel und sowas mein ersatzprogramm.

    • Von den Stützstrümpfen habe ich auch schon einiges gehört, habe mich aber bisher geweigert sie anzuziehen… sind die wirklich empfehlenswert? Ich habe nämlich auch eher sehr kalte Hände statt Füße.

  4. Ich bin nur einmal geflogen und das sehr kurz. Aber besonders das mit den trockenen Augen kingt… unschön

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

siebzehn − 2 =

Unterstütze mich mit einem Likeschliessen
oeffnen
%d Bloggern gefällt das: