Athen Hephaistos Temple

How to Athens Sightseeing

Athen: Das war für mich immer die Stadt der alten Griechen, deren Kultur und Religion die Römer adaptiert haben, die als Zentrum von Wissen und Wissenschaft in der Antike galt. Ein gewisses Grundwissen war immer da, allein schon bedingt durch mein Geschichtsstudium. Aber über das neue, moderne Athen – darüber wusste ich nicht sonderlich viel. Natürlich hatte ich über die Proteste gelesen, aber Griechenland bestand für mich bis zum Zeitpunkt meiner Athen Reise hauptsächlich aus den Inseln.
Deshalb war ich sehr überrascht, wie groß Athen eigentlich ist. Und ich musste mir im Vorfeld der Reise erst einmal eine Vorstellung davon machen, was genau mich in der Hauptstadt der Hellas erwarten würde. Denn abgesehen von ihrem antiken Erbe war da nicht viel, was ich aus dem Stand hätte benennen können.
Deshalb habe ich mich in die Blogrecherche gestürzt und viele tolle Plätze gefunden, die die Stadt auszeichnen und besonders machen, aber mir wohl nicht über den Weg gelaufen wären, hätte ich im Vorfeld nicht nach ihnen gesucht. Vielleicht geht es dem ein oder anderen da draußen, der jetzt diesen Artikel liest, genauso. Deshalb möchte ich meine „Athens Sightseeing“ Empfehlungen gerne mit euch teilen.

Die Akropolis und das Akropolis Museum

Der Klassiker unter den Athener Sehenswürdigkeiten ist dabei natürlich die Akropolis. Jeder, selbst diejenigen, die so gar keine Ahnung von griechischer Geschichte haben, kennen zumindest diese altehrwürdige Wehranlage. Nach meinem Besuch muss ich zudem sagen, dass mir die Akropolis trotz der vielen Touristen sehr gut gefallen hat. Denn nicht nur das Parthenon ist absolut sehenswert. Auch das Akropolis Museum hat mich in seiner Schlichtheit sehr beeindruckt. Viele antike Sammlungen haben nämlich leider den Hang dazu, Unmengen an Exponaten auszustellen – ohne allerdings entsprechende erklärende Tafeln für den nicht Geschichtswissenschaftler bereitzustellen. Die Folge ist, dass diese Museen für viele Leute furchtbar langweilig sind. Das Akropolis Museum fällt diesbezüglich positiv auf: Es konzentriert sich auf die wesentlichen Dinge und erzählt eine Geschichte: Vom Bau und Fall der Akropolis, von ihren Eroberern und dem Erbe, das sie heute für Athen ist.

Tipp:

Am Fuße des Akropolis Felsens findet ihr das Odeon des Herodes Atticus. Es ist ein antikes Theater, das auch heute noch für Aufführungen genutzt wird. Wer von euch also in einem echten antiken Theater einmal eine Aufführung anschauen möchte, der sollte in der Zeit zwischen Juli und August nach Athen reisen, denn dort findet das Athens and Epidaurus Festival statt, währenddessen regelmäßige Veranstaltungen im Odeon des Herodes Atticus stattfinden.

Das Hadrianstor

Das Hadrianstor ist der Eingang zum sogenannten Olympieion, einer der größten Tempel im antiken Griechenland. Es wurde zu Ehren Hadrians im Jahr 132 eingeweiht und ist deshalb eigentlich kein Stadttor, sondern ein Ehrenmonument. Da Kaiser Hadrian im Städtebau aktiv geworden war, markierte das Tor den Übergang zwischen den griechischen Stadtteilen und dem neuen römischen Viertel. Heute steht es in der Nähe des Eingangs zur archäologischen Stätte des Olympieion.

Tipp:

Das Hadrianstor ist öffentlich zugänglich und kostenlos. Das gilt nicht für die archäologische Stätte des Olympieion. Wenn ihr Studenten seid, könnt ihr allerdings den Eintritt umgehen, denn alle Studenten aus der EU bekommen kostenlos Zutritt. Dies gilt übrigens nicht nur für diese archäologische Stätte, sondern sogar für bekannte Sehenswürdigkeiten wie die Akropolis und das Akropolis Museum.

Die Plaka

Ich war zuerst etwas verwirrt, denn mir war nicht ganz klar, was genau die Plaka sein sollte. Nach einer kurzen Recherche stand das aber relativ schnell fest: Es ist einer der ältesten Stadtteile Athens und liegt ganz in der Nähe der Innenstadt. Und es ist sehenswert, sehr sehenswert sogar. Denn in seinen verschlungenen Gassen findet man so manches Restaurant, das unbedingt ausprobiert werden will. Zwar ist das Viertel relativ touristisch geprägt, trotzdem kann man auf einem Spaziergang viel entdecken.

Tipp:

Als Zentrum des Nachtlebens lassen sich in Plaka nicht nur tagsüber viele Perlen der griechischen Küche probieren; auch nach Sonnenuntergang ist das Viertel mit seinen Musik Kneipen das Zentrum für Nachtschwärmer. Wer griechischen Wein probieren möchte, ist hier genau richtig.

Der Syntagma Platz

Beim Syntagma Platz befindet sich das griechische Parlament. Wie vor dem Buckingham Palace gibt es auch hier eine Wachablösung: Zu jeder vollen Stunde zelebriert eine Ehrengarde die kleine Ablösung; die große findet immer am Sonntag gegen 11 Uhr statt. Aber nicht nur das Parlament und die Wachablösung ist einen Besuch wert, sondern auch der dahinter liegende Platz, den man erreicht, in dem man die breite Treppenfront hinunter geht. Dort angekommen lässt sich ein kleiner Mittags Snack auf einer der vielen Bänke genießen.

Tipp:

Kauft euch typisch griechische Süßigkeiten aus einer der vielen Bäckereien, oder einen der griechischen Sesamkringel Koulourákia und schaut den geschäftigen Athenern dabei zu, wie sie über den Platz wuseln oder ihr Mittag unter den Bäumen im Stehen einnehmen.

Die Kapnikaréa Kirche

Griechenland ist nicht nur die Antike. Das wird bei einem Besuch Athens besonders gerne vergessen, habe ich den Eindruck. Deshalb habe ich bewusst darauf verzichtet, alle Tempelanlagen abzuklappern und mir auch Orte herausgesucht, die eben eine andere Geschichte erzählen. Dazu gehört die Kapnikaréa Kirche. Sie ist eine mittelbyzantinische Kreuzkuppelkirche aus dem 11. Jahrhundert an der Odos Ermou, einer der großen Einkaufsstraßen Athens. Die Kirche wurde auf den Grundmauern eines antiken Tempels errichtet und bildet einen wunderbaren Kontrast zu den modernen Glasbauten, die die Umgegend dominieren.

Tipp:

Vorher die Öffnungszeiten recherchieren, denn die Kirche ist nicht zu jeder Tageszeit geöffnet und ihr wollt sie auch von Innen sehen, glaubt mir. Die Fresken sind wunderschön und kommen gerade weil die Kirche so klein ist noch besser zur Geltung. Bitte achtet aber darauf, dass ihr eure Schultern und Knie bedeckt.

Die griechische Agora und der Tempel des Hephaistos

Die griechische Agora war der Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens im antiken Athen, aber auch Standort vieler religiöser Bauten. Eines davon ist der Tempel des Hephaistos. Er ist einer der am besten erhaltenen Tempel des antiken Griechenlands und um ihn zu erreichen, muss man zunächst einen kleinen Hügel erklimmen. Der Aufstieg lohnt aber, denn von oben hat man einen phänomenalen Blick auf die zerborstenen Säulen und Bögen. Außerdem kann man auch die Akropolis von hier aus erspähen. Wer eine kleine Pause braucht, kann auf einer der vielen schattigen Bänke sein Wasser trinken.

Tipp:

Nicht nur der Tempel des Hephaistos macht die griechische Agora so besonders, sondern auch das zweite große Gebäude des Geländes: Die Stoa des Attalos. In ihr ist das Agora-Museum untergebracht, das sich mit dem Leben der Athener Bürger beschäftigt.

Das wars auch schon mit meinen Sightseeing Tipps für Athen. Was würdet ihr euch bei eurem ersten Besuch am ehesten anschauen? Interessiert ihr euch für Geschichte?

  1. Wie groß Athen ist, habe ich leider nur gesehen, als ich mal drüber geflogen bin. Irgendwie muss ich mir die Stadt doch mal vom Boden aus anschauen. Dass ich jetzt richtig neugierig geworden bin, dazu hat Dein Artikel ein großes Stück beigetragen.
    Liebe Grüße
    Thomas

    • Hallo Thomas,

      Athen ist wirklich eine Reise wert, auch wenn die Stadt nicht ganz so „in“ ist wie Paris oder London. Es lässt sich unglaublich viel entdecken und über ein paar Geheimtipps werde ich auch noch einen Artikel schreiben. =)

      Herzlich,
      Anna

  2. Toll, das hat so einiges Licht ins Dunkel gebracht weil ich von Athen auch so keine genaue Vorstellung hatte… Geschichte ist zwar nicht so meine Stärke, aber die Stadt würde mir auch gefallen 🙂

    • Athen hat auch neben seiner Geschichte eine Menge zu bieten. Zwar kommt man an der Antike in Athen nicht unbedingt vorbei, aber es gibt auch viele andere interessante Sachen zu entdecken. 🙂

  3. Danke dass du mich daran erinnert hast, wie dringen ich mal nach Griechenland mit seiner wunderschönen, geschichtsträchtigen Hauptstadt reisen muss. Allein schon der Gedanke, eine Theateraufführung in einem echten antiken Theater zu sehen, ist faszinierend… wahrscheinlich ein einmaliges Erlebnis. Ich frage mich allerdings, ob ich ein Stück in griechischer Sprache verstehen würde? Allerdings kann ich mir ja vielleicht ein Stück aussuchen, das ich schon kenne und nur für die Atmosphäre hingehen? Ich habe gehört, die Amphitheater wären so gebaut, dass auch die Zuschauer auf den lätzen Rängen alles gut mithören können… jedenfalls wäre ich auf so ein Erlebnis sehr gespannt 🙂
    Viele Grüße
    Maria

    • Athen ist definitiv eine Reise wert. Ich denke es gibt die Aufführungen eventuell sogar auf Englisch. Ich bin mir zwar nicht sicher, aber da das ein Festival ist, das auch auf Touristen ausgelegt ist, könnte es sein. 🙂

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