Flugzeugflügel

25 Dinge, die mich am Reisen so richtig nerven

Bekenntnisse einer Reisebloggerin

Man kann davon ausgehen, dass eine Bloggerin, die über das Reisen schreibt, auch gerne unterwegs ist. Und natürlich trifft das auch auf mich zu: Ich liebe das Reisen. Sehr sogar. Aber trotzdem gibt es auch für jemanden wie mich, die diesen Artikel gerade in einem ICE auf dem Weg von Berlin nach Hamburg schreibt, einige Dinge beim Reisen, die einfach nur nerven. Und zwar ganz besonders dann, wenn man morgens um sechs völlig übermüdet aus irgendeinem Flugzeug fällt und nur eins will: Seine Ruhe.
Deshalb habe ich über die Jahre hinweg in meinem Notizprogramm auf dem Smartphone eine stetig wachsende Liste von Dingen angesammelt, die mir während, vor und nach dem Reisen tierisch auf den Zeiger gehen. Und da ich auf Reiseblogs sonst nur Lobpreisungen auf das Reisen lese, bin ich der Meinung, dass es jetzt mal Zeit für das Gegenteil ist: Für die Antiliste sozusagen.
Das heißt natürlich nicht, dass ich diese Punkte nicht gerne in Kauf nehme, um Reisen zu dürfen und all diese wunderbaren und einzigartigen Erfahrungen machen zu können. Ich möchte auf keinen Fall den Eindruck erwecken, zu jammern. Aber mal ehrlich: Reisen besteht nicht nur aus weißen Stränden und perfekt inszenierten Selfies, sondern mindestens genauso sehr aus nervigen Mitreisenden und manchmal auch Stress. Natürlich gehört das bis zu einem gewissen Grad dazu, aber wie gesagt: Ich möchte mit diesem Artikel einen Kontrapunkt zu den ausschließlich positiven Artikeln setzen. Vielleicht teilt ihr ja den ein oder anderen Punkt auf meiner Liste?

 

25 Dinge, die mich am Reisen so richtig nerven

    1. Meine roten juckenden Augen beim Fliegen: Egal, was ich ausprobiert habe, sie bleiben.
    2. Zu wenig Beinfreiheit in Flugzeugen.
    3. Das Stop and Go: Mal fünf Stunden warten, dann alles in zehn Minuten durchziehen müssen.
    4. Handgepäck Ninjas, die ihren Koffer genau so in die Ablage legen, dass nur noch ein bis zwei weitere Gepäckstücke hineinpassen und auch darauf bestehen, dass er nicht mehr bewegt wird.
    5. Selfie Stick Zombies – muss ich dazu noch was sagen?
    6. Lahme Rumlatscher.
    7. Anstehen.
    8. Überteuerte Touristenpreise und Kellner, die mich für dumm verkaufen wollen.
    9. Laute Hotels und Unterkünfte.
    10. Leute, die (pardon für den Ausdruck) im Flugzeug furzen.
    11. Leute, die mir im Flugzeug ständig ihre Knie in den Rücken rammen. Ich weiß, es ist wenig Platz, aber auch ich mit meinen fast 1,80 m schaffe es, den Rücken meines Vordermanns nicht zu malträtieren.
    12. Schlechtes Essen.
    13. Dreckige oder gar nicht erst vorhandene Toiletten (Stichwort: Dackelblase).
    14. Jetlag.
    15. Leute, denen erst am Ende der fünf Stunden Schlange auffällt, dass sie ihr Ticket und den Pass am untersten Ende des Rucksacks vergraben haben.
    16. Leute, die auf der falschen Seite des Flugzeugs einsteigen und damit alle an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringen.
    17. Koffer Billard mit dem Ergebnis, dass der Koffer am Ende kaputt ist.
    18. Schultersurfer. Ich hasse es einfach, die ganze Zeit beobachtet zu werden, ganz besonders dann, wenn ich gerade an meinem Netbook arbeite.
    19. Schräge Sitznachbarn, die wahlweise imaginäres Schlagzeug spielen oder Flirtattacken starten.
    20. Leute, die immer noch nicht kapiert haben, dass man keine fünf Liter Flaschen Shampoo im Handgepäck lagern darf und deshalb eine Diskussion vom Zaun brechen.
    21. Nullchecker und Planlosliesen.
    22. Schlechte Schlafmöglichkeiten auf Flughäfen: Wer zum Teufel hat sich überlegt, dass in einem Wartebereich nicht umklappbare Armlehnen das Nonplusultra sind?!
    23. Keine Steckdosen.
    24. Kurzfristige Gate Änderungen zu C5000 – während man selber bei A1 steht und nur noch zehn Minuten Zeit bis zum Boarding hat.
    25. Und zu guter Letzt: „Verloren“ gegangene Züge. Habe ich bis heute nicht verstanden: Wie kann man einen ganzen ICE verlieren?!

So, das waren meine größten Reise „Pet Peeves“. Wenn ich länger darüber nachdenken würde, würden mir wahrscheinlich auch noch weitere Punkte einfallen. Jetzt würde mich aber interessieren: Was nervt euch beim Reisen? Wobei bekommt ihr einen Hals? Oder lässt euch das meiste total kalt und ihr seid die Ruhe selbst? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

  1. Sehr cooler Artikel! Mich nerven die Armlehnenbesetzer im Flugzeug! Deshalb hasse ich Mittelplätze! Gerade wieder auf dem Flug nach Japan gehabt. Und dann kam der Typ mit seinem Ellenbogen auch noch auf meine Seite rüber. Geht gar nicht!
    Lg Miriam

    • Stimmt, die Armlehnenbesetzer regen mich auch immer auf. Ich achte eigentlich immer darauf, dass derjenige, der in der Mitte sitzt, die Armlehne haben kann, weil ich weiß, wie sehr es nerven kann. 🙂

  2. Ich ergänze Punkt 12 um zu wenig Essen. Who the f* soll von den Katzenportionen im Flugzeug satt werden?! Fast noch schlimmer ist es aber, wenn man einfach extrem wenig zu trinken bekommt. TUI hat es auf der Langstrecke mal gebracht und ganze 0,8 l Wasser auf ca. 10 Stunden Flug ausgeschenkt. Halleluja.

    • Das geht bei mir tatsächlich immer ganz gut, weil ich im Flugzeug eher Durst als Hunger habe. Deshalb organisiere ich mir vor dem Abflug aber auch immer je nach Fluglänger eine 1-1,5 Liter Flasche Wasser. 🙂

  3. Ich habe mal beobachtet, dass gerade Männer gerne beide Armlehnen sofort besetzen und versuche ihnen meist wenigstens bei einer zuvorzukommen. Ich hasse diese Mittelsitze in der Fünferreihe.

    Dann die Sitztrommler und Rempeler, was schaffen die da hinter mir nur die ganze Zeit?

    Tolle Liste!

    Liebe Grüße
    Renate

  4. Hej! 24 Kommentare zum Flieger und 1 zum Zug, korreliert das mit deiner Verkehrsmittelnutzung? 😉 Ich find Zugreisen viel gemütlicher. Und was meinst du mit dem verlorengegangenen ICE? =)
    Insgesamt: Zustimmung. Reisen kann auch nervig sein.

    • Da sind schon ein paar Punkte dabei, die sich nicht nur auf Flugreisen beziehen. Schultersurfer habe ich nämlich eher in der Bahn. 😉

  5. Hmmm, spontan fallen mir da schon noch ein paar Dinge mehr ein, aber viele Punkte auf deiner Liste sind wohl auch gar nicht unbedingt aufs Reisen allein beschränkt (außer vielleicht die Platzprobleme im Flieger). Und außerdem versuche ich mich nicht mehr zu sehr über Mitreisende aufzuregen, das bringt ja am Ende doch nichts. Seit wir mit Kinder reisen sind wir außerdem insgesamt gelassener geworden… 😉

    Trotz allem weiterhin viel Spaß beim Reisen wünsche ich dir.

    • Ich versuche es auch. Klappt nur meistens nicht. 😀 Danke, Spaß habe ich immer, auch wenn ich mich ab und an mal über Leute aufrege.

  6. Hi Anna, gute Zusammenfassung. Mich nervt am meisten das Gedrängel beim Boarding. Die Leute haben wohl Angst sie kriegen keinen Platz mehr *lach. Gegen Jetlag gibt es ein App, probiere die doch mal aus Liebe Grüsse, Mandy

    • Ja, bei den Billigfliegern kann ich es noch halb verstehen, weil es da ja häufig um den Platz für das Handgepäck geht. Aber bei Full Service Airlines… ne, da ist es einfach nur nervig.

  7. Ich mag das Kofferpacken nicht besonders, ist eher ein notwendiges Übel… Auf der Hinreise hat man aber wenigstens noch die Vorfreude. 😉
    Und klar, lange Flüge mit wenig Beinfreiheit sind nervig, zumal ich groß bin. Aber gleichzeitig gehöre ich zu denen, die den Flug mehr als Transport von A nach B ansehen, dementsprechend bin ich nicht bereit, mehrere hundert Euro Aufpreis für Premium Economy zu zahlen.

    • Ja, ich sehe den reinen Transport auch eher als notwendiges Übel an, deshalb möchte ich einfach schnell von A nach B kommen. =)

    • Gott sei Dank nennt hier doch noch jemand das Kofferpacken. Grauenvoll. Jedesmal.
      Diese Angst, etwas Vergessen zu können. Ob die Klamotten zu kalt oder doch übertrieben warm kalkuliert sind. Ob ich den Laptop wirklich brauche, oder selbst zum Lesen die Langeweile nicht reichen wird. Oder ob ich sogar zwei brauche. Last Minute Käufe. Ob ein weiterer Kamera-Akku nicht doch gut wäre.
      Alles, um kurz vor Abreise festzustellen, dass der Rucksack zu groß oder zu schwer und, achja, bei der Bahn gerade wieder Schienenersatzverkehr angesagt ist.

  8. Mich stört, dass ich eigentlich nie Urlaub habe. Ja, richtig. Unterwegs will ich immer alles maximal ausreizen, schließlich „bin ich nur jetzt hier“. Und kaumzu Hause, rufen die Pflichten wieder.
    Eigentlich will ich es ja nicht anders, dennoch wäre hier und da eine Woche „echter“ Urlaub echt schön. Andererseits, sobald nur ein verlängertes Wochenende ansteht, überlege ich, ob ich nicht wegfahren sollte. Teufelskreis.

    Apropos verlängertes Wochenende: eigentlich schön, mal kurz aus dem Alltag auszubrechen – doch zu viele Ausbrüche zermürben. Ich hatte dieses Jahr einige davon und irgendwann fühlt sich alles wie eine einzige Durchgangsstation an. Als lebte man zu Hause aus dem Koffer.
    Ich liebe das Unterwegssein, also durchaus auch die Zeit in Bus, Bahn oder Flugzeug. Aber nur solange die nicht die tatsächliche Reisezeit übersteigt. Daher: lieber selten und lange, als ständig kurz verreisen.

    • Ja, das geht mir genauso. Ich muss auch immmer viel entdecken, wenn ich unterwegs bin und kann nicht einfach am Strand liegen. 😉

  9. Hach, da gibts so einige Fälle:

    1. Boarding hat noch gar nicht begonnen und die stehen schon um den Schalter rum oder dann die: „Flugzeug ist zum Einsteigen bereit… aufspringen und zum Schalter stürmen.

    2. Leute die sich auf deinen Platz im Flugzeug setzen (hab schon 2 mal wem vertrieben – saß da in der letzten Reihe des A340-600 und da war es eben noch nicht das nach Boardinggruppen geboarded wurde – wir haben gewartet – den es war eine riesige Schlange. Wir kommen zu unserem Platz – will sich wer hinsetzen (klar Fensterplatz ist viel besser als die olel4er Reihe in der Mitte…) die Frau hat uns bissig angeschaut

    3. Boarden nach Gruppen, Leute die Meckern weil sie nicht einsteigen dürfen: Sorry aberzuerst kommt A und dann B und dann C … und die haben C oben stehen

    4. Zum Glück mir nicht passiert – aber einem Bekannten: Leute die auf den Touchscreens rumhämmern, während sie Spiele spielen. Ich habs mal getestet – mein Freund saß vor mir im Flugzeug am Fenster und ich hinter ihm am Fenster. Ich hab mal gesagt, ich spiele jetzt mal ein Siel wo man viel klicken muß… ihm ist nichts aufgefallen auch wenn man schnell hintereinadner am Bildschirm mit dem Finger rumdrückt.

    5. Typisch Wien: Leute die beim Einsteigen in der U-Bahn, STraßenbahn, S-Bahn genau vor der Tür stehen und amn nicht aussteigen kann – bzw sich durchdrängen muß bzw die einen nicht mal aussteigen lassen wollen. Ich liebe England, da ist das alles so gesitttet – man stellt sich in einer Schlange an.

    Grüße aus Österreich

    • Oder die Leute, die in der Bahn auf dem reservierten Platz sitzen und partout nicht weg wollen… ja, ich kenne das. 😉

  10. Schöne Liste. Die reservierten Plätze kann ich bestätigen. Leider habe ich das auch schon im Flugzeug erlebt. Da frage ich mich, ob die Leute ihre Nr. nicht lesen können. Die Frau hat mich sogar noch böse angeschaut, obwohl sie auf meinem Platz (war am Fenster) saß – da fällt einem nichts mehr dazu ein.

    Nerviger sind noch die Reisenden, die am Checkin diskutieren, wenn ihre Papiere nicht in Ordnung sind und alle anderen Leute wegen ihnen warten müssen. Reisepass/Ausweis sind bekannte Reisedokumente und ich hab echt kein Verständnis, wenn jemand mit abelaufenen Papieren ins Ausland will und sich wundert, wenn es nicht geht 🙁

    VG
    Iris

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