Death Valley

Death Valley Top 5

Wie du das Tal des Todes erkundest

Wie schon in meinem ersten Artikel zu meinem Roadtrip durch den Wilden Westen erwähnt habe, hat mich das Death Valley mit seiner landschaftlichen Vielfalt wirklich umgehauen. Ich hätte niemals damit gerechnet, dass ausgerechnet das Tal des Todes mich so faszinieren könnte. Deshalb möchte ich dem Death Valley jetzt auch einen ganzen Artikel widmen und euch, die ihr vielleicht auch noch unentschlossen seid, zeigen, wie wunderschön es am tiefsten Punkt Nordamerikas sein kann, sodass ihr, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt, dem Death Valley mindestens einen Tag widmet. Infos zur Route, gefahrenen Kilometern und Roadtrip Musik findet ihr im und am Ende des Artikels.

Bevor ich anfange, noch einige Tipps für die Anfahrt und die Einfahrt in den Nationalpark, denn nichts anderes ist das Death Valley. Wer von Las Vegas aus kommt und über die 190 in den Park hinein fährt, muss zunächst entweder an einem der Automaten, die kurz hinter dem Parkeingang stehen, ein Einmalticket lösen. Oder aber eine Fahrt zum Besucherzentrum ist unabdingbar, gerade wenn noch mehrere Nationalparks auf eurer Route liegen. Hier könnt ihr dann den America the Beautiful Pass kaufen, den ihr auch in vielen weiteren Parks nutzen könnt. Unpraktisch dabei ist, dass das Besucherzentrum relativ mittig liegt und man auf dem Weg dorthin erst mal einige Aussichtspunkte links liegen lassen muss, wenn man nicht „schwarz fahren“ will. Insgesamt ist der Pass aber eine lohnende Investition und man kann ihn bei fast jedem anderen Park einfach vorzeigen. Nun aber zum eigentlichen Part des Artikels.

Mesquite Flat Sand Dunes

Vom Besucherzentrum aus lassen sich die Mesquite Flat Sand Dunes in nur kurzer Zeit sehr gut erreichen. Im Gegensatz zum Rest des Death Valley erfüllt sich hier das typische Wüstenklischee von weiten Dünen aus feinem Sand. Wer der 190 folgt, stößt fast automatisch auf die Mesquite Flat Sand Dunes. Der Weg ist aber auch ausgeschildert und an einer Stelle gibt es einen kleinen Parkplatz mit Toiletten (allerdings ohne Wasser, just saying). Die Dünen selber sind mehr als nur sehenswert, wer aber nach einem Wanderweg sucht, wird ihn nicht finden.

Hier kann sich jeder selber auf den Weg machen und schauen, wie weit er kommt. Es mag an meiner Erkältung gelegen haben, aber ich war schon nach 20 Minuten völlig k.o. Vergesst also euer Wasser, eine gute Kopfbedeckung und Sonnencreme nicht, immerhin befinden wir uns im Tal des Todes.

Badwater Basin

Von den Mesquite Flat Sand Dunes geht es nun über die 190 und die Badwater Road zum Badwater Basin. Ich bin erst einmal an allem Sehenswertem auf der Strecke dorthin vorbeigefahren, weil ich die Straße für den Rückweg sowieso zurückfahren musste und so die Strecke meiner Meinung nach besser aufgeteilt ist. Das Badwater Basin ist der tiefste Punkt Nordamerikas und außerdem ein Überbleibsel eines vorzeitlichen Sees.

Typisch für das Badwater Basin ist auch das Salz, das Krusten ausbildet und dabei sechseckige Waben hervorbringt. Vom Parkplatz aus lässt es sich ein gutes Stück weit auf dem Salz laufen und die Landschaft bewundern. Allerdings sollte man immer darauf achten, wie tragfähig die Salzkruste ist.

Artists Drive

Nachdem ich einmal das Salz gekostet hatte (schmeckt wirklich nach echtem Salz ;-)) ging es dann zurück zum Artists Drive, den ich auf dem Hinweg erst einmal außen vor gelassen hatte. Auf der hügelig abenteuerlichen Straße durch die Black Mountains lassen sich viele tolle Farben im Stein beobachten.

Diese entstehen durch Oxidation der im Gestein enthaltenen Metalle. Es gibt wirklich viele tolle Punkte, an denen man anhalten und schöne Fotos machen kann. Welche das sind, sollte jedem selbst überlassen bleiben.

Zabriskie Point

Weiter geht es zurück über die Badwater Road und die 190 zum Zabriskie Point, einem der zwei Aussichtspunkte, die ich auf meinem Tagesausflug ins Death Valley besucht habe. Hier lassen sich fast Mond artige Erosionslandschaften bewundern, die auch für Fotografen ein wunderbares Motiv sind.

Sie entstanden vor circa fünf Millionen Jahren im Zuge der Austrocknung des Furnace Creek Lakes. Über die Zeit hinweg wurden die Hinterlassenschaften von dem nahen Gebirge und anderen Faktoren hauptsächlich von Wasser in ihre heutige Form gebracht. Ein wirklich wunderbarer und gleichzeitig surrealer Aussichtspunkt.

Dante’s View

Und auch der letzte Aussichtspunkt, der Dante’s View, sollte von jedem Besucher im Death Valley unbedingt angefahren werden. Von der 190 muss man, um zu diesem Punkt zu kommen, auf die Furnice Creek Washington Road abbiegen und einige Höhenmeter zurücklegen. Die Fahrarbeit ist dieser Viewpoint aber absolut wert. Von hier aus hat man einen unglaublichen Blick auf die Salzseen und die Berge, also einmal quer über das Death Valley.

So spektakulär die eigentliche Aussichtsplattform auch ist, über einen Trampelpfad auf dem Bergrücken gelangt man zu einem noch beeindruckenderen Punkt. Höhenangst sollte man hier aber keine mitbringen, da die gute Aussicht sich natürlich besonders schön direkt am Abgrund genießen lässt.

So, das waren meine persönlichen Highlights im Tal des Todes. Seid ihr auch schon einmal dort gewesen? Und welche Spots haben euch am besten gefallen?

Zurückgelegte Strecke 623 Km
Unterkunft AirBnB, direkt in Las Vegas
Musik Sobald das Valley erreicht war, war der Empfang dahin

death valley

  1. Liebe Anna,
    das sind mal wieder wunderschöne Bilder! Am liebsten würde ich direkt losfliegen 🙂
    Viele Grüße, Luisa

  2. Soo faszinierend und unglaubliche Landschaften! Allein die Fotos sind schon der Wahnsinn 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

7 + sechs =

Unterstütze mich mit einem Likeschliessen
oeffnen
%d Bloggern gefällt das: