Citybreak im Winter

Round_Up_Titel

10 Reiseblogger verraten ihre Geheimtipps für die kalte Jahreszeit

Es ist Herbst und hier oben im Norden doch schon relativ frisch. Die kalte Jahreszeit hält also mit langen Schritten Einzug und ich freue mich schon auf ausgedehnte Spaziergänge, Kürbissuppe und Weihnachten. Reisen hingegen wird dabei häufig eher auf die wärmeren Monate geschoben oder man verschwindet an Orte, die Schnee und Eis nicht kennen.
Ich bin aber der Meinung, dass gerade Citybreaks im Winter eine tolle Erfahrung sein können und mindestens genauso inspirierend und aufregend wie im Sommer sind. Deshalb habe ich zehn Reiseblogger nach ihren absoluten Lieblingsstädten im Winter gefragt und tolle Antworten erhalten, die ein wirklich breites Spektrum aufspannen. Aber lest selbst.

Marrakesch

2007 war ich während einer Rundreise durch Marokko auch für ein paar Tage in Marrakesch. Was für eine Stadt! Mit den Souks, den wunderschönen Gärten und natürlich dem berühmten Platz Djemaa-el-Fna ist Marrakesch ein orientalisches Winterziel, das mit milden Temperaturen um die 20 Grad ideal ist für eine kleine Flucht aus dem grauen, kalten Deutschland. Während es in Marrakesch also frühlingshafte Temperaturen hat, sind die Berge des Atlas, die Du in der Ferne sehen kannst, oft schneebedeckt.
Der absolute Hot Spot in Marrakesch ist natürlich der Djemaa-el-Fna. Hier findest Du Märchenerzähler, Akrobaten und Schlangenbeschwörer. Für Fotos solltest Du etwas Trinkgeld parat haben. Und am Abend kannst Du Dich günstig durch unzählige Garküchen futtern. Ein weiterer meiner Lieblinsorte sind die Menara-Gärten. Sie kosten keinen Eintritt, bieten aber eine besondere Kulisse mit dem Atlas-Gebirge im Hintergrund. Auch die aus dem 14. Jahrhundert stammende Koranschule Medersa Ben Youssef mit ihren filigranen Stuck- und Mosaikarbeiten ist einen Besuch wert. Die Saadier-Gräber und die Koutoubia Moschee gehören ebenfalls zu einem Marrakesch-Trip dazu.
Eine Sehenswürdigkeit, bei der sich die Geister scheiden, ist der Jardin Majorelle. Während die einen in ihm ein kleines Paradies sehen, sagen andere, dass sie für den Eintrittspreis deutlich mehr erwartet hätten. Mir persönlich hat der von Yves Saint-Laurent wiederentdeckte historische botanische Garten gut gefallen.
Jedenfalls waren mir damals die paar Tage Marrakesch viel zu kurz. Grund genug, um der Hauptstadt Marokkos erneut einen Besuch abzustatten und noch viel mehr zu entdecken! Deshalb werde ich im Januar wieder nach Marrakesch reisen, um dem Winter zu entfliehen.

Marion erzählt auf escape-from-reality von den großen und kleinen Auszeiten weltweit und vor der Haustür. Holt euch Inspirationen und Tipps zu (Gruppen-)Reisen, Kurztrips, Ausflügen und Festivals und schaut auch auf ihrer Facebook Fanpage vorbei.

Budapest

Wer im Winter ein bisschen auf Entdeckungstour gehen will ohne dabei zu einem Eisklotz zu gefrieren, ist in Budapest genau richtig. Die Stadt versprüht mit ihren verfallenen Jugendstilgebäuden, der Eiseskälte und dem Dampf, der über der ganze Stadt liegt ein einzigartiges Winterflair.
Woher der Dampf kommt? Na aus einem der vielen Thermalbäder, die über den heißen Quellen von Budapest erbaut wurden. Eure frostigen Glieder werden das lange Anstehen in der Kälte mit dem ersten Schritt in das warme Heilwasser vergessen. Besonders ein Besuch im Szechenyi-Bad lohnt sich. Dort könnt ihr in einem barocken Schlosshof, von Wasserdampf umgeben, den Schneeflocken zuschauen. Und dabei völlig verdrängen, was am Winter in Europa so schlimm sein soll.
Wer sich nach der äußerlichen Aufwärmung auch innerlich verwöhnen will, der sollte im Szalai Cukrászda vorbeischauen. Das kleine Café kann man schnell übersehen, aber dann verpasst man auch die weltbeste Schokoladen-Beeren-Tarte aller Zeiten. Kulinarisch ist Budapest ganz vorn dabei auf unser ewigen Wettbewerbsliste. Für den Wert eines gehobenen Abendessens in Deutschland könnt ihr euch einmal quer durch die Markthalle, den Street-Food-Markt Karaván im jüdischen Viertel und alle Cafés dazwischen futtern, ohne auch nur einmal das Gleiche zu essen.
Wenn ihr nach der ganzen Völlerei noch ein bisschen auf Sightseeing-Tour gehen wollt, bietet euch ein Spaziergang über den Burgberg wunderschöne Postkarten-Ausblicke über die verschneite Stadt.
Der Weihnachtsmarkt der ungarischen Hauptstadt konnte bei uns leider nicht die gleiche Begeisterung hervorrufen, wie der Rest der Stadt. Dort gibt es das gleiche Essen und den selben Nippes wie im Rest der Stadt – nur zum dreifachen Preis. Für einen weihnachtlichen Glühwein schaut lieber in den Goszdu-Höfen im jüdischen Viertel vorbei. Dort könnt ihr euch dann auch überlegen, wie ihr euren Hintern möglichst schnell wieder in heißes Thermalwasser bekommt.

Saskia und Johann teilen auf travellus.de ihre Erfahrungen als Paar mit akutem Fernweh. Auf ihrer Facebook Fanpage bleibt ihr über all ihre Reisen und Berichte auf dem Laufenden.

Monschau

Monschau ist ein kleiner Ort in der Eifel. In der Adventszeit ist es ein tolles Ausflugsziel für Groß und Klein. Selbst wenn du nicht in Weihnachtsstimmung bist, wird sich das in Monschau schnell ändern. Denn hier kommt so richtig Weihnachtsstimmung auf. Nicht nur die festlich geschmückten Fachwerkhäuser tragen dazu bei, überall hängen kleine Lichter und Laternen. Es riecht nach Glühwein und Spekulatius und wenn du Glück hast triffst du an den Wochenenden sogar auf den Weihnachtsmann, der durch die Gassen läuft. Vor allem wenn Schnee liegt, schauen die Gassen von Monschau ein wenig verwunschen aus. Falls dir kalt wird, kannst du an jeder Ecke in einem kleinen Café einkehren oder durch die zahlreichen kleinen Lädchen bummeln.
Mein Lieblingsspot für kleines Geld ist an den Wochenenden das Felsenkeller Brauhaus und Museum. Dort findet ein lebendes Krippenspiel statt und ist wirklich erlebenswert.
Gesehen haben solltest du Monschau von oben. Eine Burg liegt über der Stadt. Ein kleiner Wanderweg führt hinauf und von oben bekommt man einen wunderbaren Blick auf den festlich geschmückten Ort, das Lichtermeer und den Fluss, der Monschau durchzieht. Vor allem bei Schnee wirklich sehenswert.
Nicht gesehen haben muss du die Menschenmassen, die vor allem an den Adventswochenenden ab Mittag bis zum frühen Abend die Gassen fluten. Also besuche Monschau lieber unter der Woche (dann ohne Weihnachtsmarkt) oder am Wochenende früh am Morgen oder gegen Abend.

Tanja kommt aus Köln und berichtet auf ihrem Blog taklyontour.de über die Themen Reise und Camping. Auf ihrem Instagram Account finden sich außerdem wunderschöne Momentaufnahmen.

New York

Warst du noch niemals in New York? Dann solltest du das ändern. Vor allem im Dezember wird die Stadt zur schönsten der Welt. Wenn nicht gerade ein Blizzard alles lahm legt, dann nimmt sie dich mit ihrem weihnachtlichen Zauber gefangen. Im Dezember kannst du nicht nur den großen und berühmten Weihnachtsbaum am Rockefeller Center entdecken, sondern eine Stadt, die sich herausputzt, um all den Weihnachtseinkäufern und ihren Wünschen gerecht zu werden. Überall stehen geschmückte Tannenbäume, es gibt Schlittschuhlaufbahnen und kleine Weihnachtsmärkte. Wer kein Budget fürs Shopping hat, kann sich besonders gut die Nase an den Schaufenstern platt drücken, denn New Yorks Schaufenster sind als die Schönsten überhaupt bekannt. In der Weihnachtszeit werden dort ganze Geschichten erzählt.
Mein persönliches Highlight ist eine halbstündige U-Bahnfahrt vom Zentrum New Yorks entfernt: die Dyker Heights. In dieser italienischen Wohngegend treten die Bewohner jährlich in den Wettbewerb um die schönste vorweihnachtliche Haus- und Gartendekoration. Die Gärten und Häuser sind mit Lichterketten, teils Musik und vielen Figuren versehen. Oft werden die Gärten von unterschiedlichen Gartenarchitekten gestaltet. So prunkvolle, verrückte und außergewöhnliche Weihnachtsdekorationen habe ich vor meinem dortigen Besuch noch nie gesehen. Entsprechend voll ist es auch, vor allem an Wochenendabenden. Deshalb lohnt sich ein Besuch direkt nach Einbruch der Dunkelheit und idealerweise unter der Woche.
Die Geschäfte selbst habe ich zu dieser Zeit größtenteils ignoriert. Dort ist es unglaublich voll und stressig. Entsprechend habe ich mir das gespart. Sollte es bei dir nicht mehr für eine Dezemberreise langen, aber für einen Januar- oder Februar-Trip, dann solltest du unbedingt Shopping-Tage einplanen. Denn nach Weihnachten beginnt der große Sale und du kannst großartige Schnäppchen in den Geschäften machen. Übrigens sind der Januar und Februar sehr kalt in New York, deshalb gilt diese Zeit auch als die kostengünstigste für einen Besuch in der Stadt. Und auch wenn es kalt ist, ist die Stadt dennoch unglaublich schön!

Tanja von Reiseaufnahmen ist reisesüchtig. Auf ihrem Blog gibt es Tipps wie das Reisen trotz Vollzeitstelle am besten gelingt und wie das Zuhause in der Zwischenzeit versorgt sein will. Schaut auch auf ihrer Facebook Page vorbei.

Regensburg

Im Winter bin ich bisher nur selten verreist. Dafür geht es natürlich jedes Jahr über Weihnachten zu meinen Eltern nach Regensburg. Die Stadt ist mir daher im Winter sehr ans Herz gewachsen und ich liebe es, durch die verschneiten Altstadtgassen zu schlendern… Deshalb möchte ich den Tipp gerne weitergeben, falls ihr noch ein Städtereiseziel für den Winter sucht!
Im Winter finde ich Städtereisen eigentlich immer eine gute Idee. Ist man in einer Stadt unterwegs, ist es schließlich nicht so tragisch, wenn auch mal schlechteres Wetter ist. Außerdem ist es (außerhalb von Weihnachtsmärkten…) nicht sehr voll, da die meisten Touristen im Sommer unterwegs sind. Regensburg hat eine wunderschöne Innenstadt, die zum Schlendern einlädt und gleichzeitig irrsinnig viele nette Cafés und kleine Läden beheimatet, in denen man sich zwischendurch aufwärmen kann. Der Weihnachtsmarkt erstreckt sich über die ganze Innenstadt und dort gibt es besonders viele Stände, die Kunsthandwerk und Besonderes anbieten. Noch dazu ist es von Regensburg nur ein Katzensprung bis zum Bayerischen Wald mit seinen Skipisten und Wanderstrecken.
In Regensburg gibt es viele kostenlose Museen, man muss nicht unbedingt viel Geld ausgeben, um sich etwas anzusehen. Mir hat besonders gut das erst vor Kurzem eröffnete Weltkulturerbe-Museum gefallen. Auch die Walhalla ist einen Besuch wert. Dabei kann man sich das Innere jedoch sparen, schon der Ausblick über die Donau lohnt den Ausflug!

Auf Heldenwetter.de schreibt Ariane, die ihr Herz irgendwo zwischen Lamas und rostigen Kleinbussen in Peru verloren hat, über andere Länder und Kulturen, genauso aber über ihre eigene Heimat. Mehr zu Heldenwetter gibts auch auf Facebook.

Reykjavik

Was macht Reykjavik für uns im Winter so besonders?

Die Haupteinkaufsstraße Laugavegur wirkt besonders in der Adventszeit wie aus einem Disneyfilm. Wunderhübsch geschmückte Schaufenster, gemütliche kleine Cafés und Restaurants. Reykjavik ist zudem der perfekte Ausgangspunkt für Tagestouren: Zum Beispiel auf die Halbinsel Reykanes oder zum berühmten Golden Circle, der bei Eis und Schnee fast noch schöner ist als im Sommer. Auch Nordlicht-Touren werden von hier aus angeboten.

Was ist euer Lieblingsspot für kleines Geld?

Kleines Geld und Reykjavik? Hui, das wird sportlich. Reykjavik ist genau wie Island insgesamt ein eher teureres Reiseziel. Einer der schönsten Orte in Reykjavik ist der Ausblick vom 75 Meter hohen Turm der Hallgrimskirkja (Eintritt ca. 5 Euro). Oben angekommen blickt man auf die wunderschönen bunten Häuserdächer der Hauptstadt.

Was muss man gesehen haben?
  • Die tolle Streetart, die einem an so vielen Stellen der Stadt entgegenspringt. Es lohnt sich nur dafür stundenlang durch die Straßen zu bummeln.
  • Die berühmteste Hot-Dog-Bude der Welt (oder zumindest Islands) im alten Hafen von Reykjavik. Die langen Schlangen vor der Bude zeigen euch wo ihr hinmüsst.
  • Das futuristischste Gebäude der Stadt: Das topmoderne Opernhaus Harpa am Hafen mit seiner einzigartig schimmernden Glasfassade. Unbedingt von außen und innen bestaunen!
  • Im Café Loki direkt gegenüber der Hallgrimskirkja wird leckeres traditionelles isländisches Essen (ja, das ist mehr als nur Gammelhai und gekochter Schafskopf) serviert.
  • Restaurant 73 (auf der Laugavegur 73) mit den besten Burgern der Stadt. Die Isländer lieben Fast Food und hier gibt es richtig leckeres. Sämtliche amerikanischen Burgerschmieden habe ihre Filialen auf der Insel geschlossen – dafür gibt es jetzt so tolle Läden wie das 73.
  • Und was nicht unbedingt?

    Das Phallusmuseum steht wirklich in jedem Reiseführer. Letztlich ist der Anblick von unter anderem gehäuteten und in Formalin konservierten Walpenissen und mikroskopisch kleinen Hamsterpenisknochen aber nichts, was man gesehen haben muss.

    Auf Moose around the world schreiben Anke und Thorsten über Roadtrips in der ganzen Welt. Daneben gibts noch Ideen und Inspiration rund um die Themen Kurzreisen und Wanderabenteuer in Deutschland. Schaut auch bei Instagram vorbei.

    Stockholm

    Stockholm ist so verwinkelt wie Paris, klassisch und modern wie New York, so wach wie Berlin und hip wie Amsterdam. Aber eben auf die schwedische Art und Weise. Mit einem netten Grinsen, der Sehnsucht nach Freiheit und dem flüchtigen Duft von Zimtschnecken.
    Im Winter wird die wie ein fröhliches Orchester wirkende Stadt zu einem wunderschönen, geheimnisvollen Ort, und ich habe jedes Mal das Gefühl auf einem schlafenden Riesen zu spazieren. Im Winter strahlt Stockholm so eine tiefe Ruhe und Freiheit aus, dass ich allen Stress und die Gedanken, die meinen Kopf malträtieren sofort loslassen und mich einfach in den kleinen Gassen und Cafés vergessen kann. Stockholm im Winter ist Balsam für die Ruhe suchende Seele.

    Die Stockholmer Winter Must-Have-Done’s sind definitiv:

    An einem klaren Tag zum Monteliusvägen spazieren.
    In einem Süßwarengeschäft Lördagsgodis kaufen.
    Köttbullar bei Sally’s in Gamla Stan essen.
    Mit der Fähre nach Djurgården fahren und ein paar Stunden im hüfthohen Schnee herumstapfen.
    In der Storkyrkan die winterliche Ruhe auf sich wirken lassen und Kerzen anzünden.
    Die Fotografiska und das Moderna Museet erkunden.
    In der Morgendämmerung durch Gamla Stan schlendern.
    Im Saga Biografen einen romantischen Film sehen.

    Und die Don’ts?

    Die typischen Sehenswürdigkeiten. Im Winter ist es besser, sich die Energie und die Poesie der Stadt zu „erspazieren“ und das echte, schwedische Leben auf sich wirken zu lassen. Norrmalm ist auch nicht unbedingt eine gute Idee, wenn ihr nicht zufällig total auf Beton und Straßenlärm steht.
    Ich bin verliebt in den Winter in Stockholm und Schweden und ziehe deswegen auch Anfang nächsten Jahres für eine ganze Weile dorthin! Ich hoffe, dass es euch auch einmal in die Stadt des schlafenden Riesen verschlägt – ihr werdet es lieben!

    Thea bloggt auf Mädchen vom Meer über ihre Reisen, das Streben nach Glück, ihre Träume und Gedanken. Daneben bereitet sie sich auf ihr Medizinstudium vor.

    Stuttgart

    Stuttgart ist meine Mutterstadt und für mich das ganze Jahr über besonders. Wenn ich mich jedoch als Tourist für einen Besuch im Winter entscheiden würde, dann sicherlich aufgrund der zahlreichen Shoppingmöglichkeiten (Stichwort: Weihnachtsgeschenke) und dem traditionsreichen Stuttgarter Weihnachtsmarkt, der dieses Jahr vom 25. November bis zum 23. Dezember 2015 stattfindet.
    Ich bin ein großer Fan von guten Aussichten. In der Stuttgarter Innenstadt kann ich dir einen Besuch auf dem Bahnhofsturm empfehlen. Dieser ist täglich von 10 bis 21 Uhr (April bis September) bzw. von 10 bis 18 Uhr und Do bis 21 Uhr (Oktober bis März) geöffnet. Hoch geht’s auf den Treppen oder mit dem Lift, der Eintritt ist kostenlos. Von hier aus hast du einen guten Blick auf die belebte Einkaufsmeile Königstraße.
    Besonders in der kalten Jahreszeit bieten sich natürlich verschiedene Indoor-Aktivitäten an. In Stuttgart gibt es eine reiche Kunst- und Kulturlandschaft mit vielen verschiedenen Museen für jeden Geschmack: Ein Must-See ist das Mercedes-Benz Museum. Auf insgesamt neun Stockwerken wird hier die über 125-jährige Geschichte des Automobils lückenlos dargestellt. Kunstliebhabern kann ich einen Besuch im Kunstmuseum Stuttgart empfehlen. Der gläserne Kubus zeigt Werke der Klassischen Moderne sowie zeitgenössische Kunst. Auch eine große Otto-Dix Ausstellung gehört zur Sammlung. Mein Lieblingsbild? Das Triptychon »Großstadt« von 1927/28.
    Wenn du eher auf der Suche nach kulinarischen Highlights bist, solltest du unbedingt in der Markthalle Stuttgart vorbeischauen. Im Inneren des Jugendstilbaus von 1914 bieten Händler aus aller Welt ihre frische Ware zum Verkauf.
    Wenn du nur wenig Zeit für einen Aufenthalt in Stuttgart hast, empfehle ich dir, dich hauptsächlich auf die Innenstadt zu konzentrieren. Hier gibt es Museen, Theater, Kinos, zahlreiche Läden, Cafés und Restaurants. Stuttgart hat zwar auch schöne Grünanlagen wie den Höhenpark Killesberg, diesen kannst du dir jedoch getrost für einen Besuch im Sommer aufsparen.

    Simone, Stuttgart-City-Girl und Teilzeitkreative, bloggt auf WEEKEND, BABY! über Erfahrungsberichte und Inspirationen zu den Themen Travel und Lifestyle. Mehr über Simones Blog erfahrt ihr auf ihrer Facebook Page.

    Venedig

    Venedig hat diesen ganz besonderen Charme: Statt Autos auf den Straßen fahren Vaporetti auf dem Wasser, statt glänzend neuer Fassaden bleibt altes Mauerwerk, statt turbulentem Stadtleben findet ihr hier das süße Leben – la dolce vita! Im Winter kommt dazu eine Portion Nebelschwaden, die man der italienischen Stadt am Meer gar nicht zugetraut hat. Genau diese grauverschleierte, mystische Stimmung und der Fakt, dass Venedig im Winter von nur wenigen Touristen heimgesucht wird, macht die Stadt der tausend Brücken für mich zu einer Lieblingsstadt des Winters. Der zieht zwar in die Lagunenstadt ein, bringt aber viel mildere Temperaturen als sein deutscher Bruder mit.
    Einzig die Preise lassen Venedig etwas unsympathisch wirken. Doch da bin ich heute nachsichtig – für euch habe ich nämlich tolle Hotspots besucht, die auch mit dem kleinen Geldbeutel zu bezahlen sind.
    Einen günstigen Schlafplatz findet ihr im Generator Hostel: Das Preis-Leistungs-Vehältnis und die Lage gegenüber dem Markusplatz sind einfach nicht zu schlagen. Wo wir schon bei einem der Highlights von Venedig angekommen sind: Dem Markusplatz mit der Basilika und dem Kampanile, von dem aus ihr auf ganz Venedig blicken könnt. Gleich nebenan gibt es im Dogenpalast eine großartige Führung, bei der ihr über die Seufzerbrücke, die es sonst nur von außen zu sehen gibt, und in Casanovas Zelle lauft. Mit der Rolling-Venice-Card für 22,00 Euro spart ihr übrigens nicht nur bei dieser Führung, sondern auch bei allen anderen Sehenswürdigkeiten viel Geld. Plus: Ihr könnt die Vaporetti kostenlos nutzen. Mit eben jenen solltet ihr auf dem Canal Grande zur berühmten Rialtobrücke fahren, statt die überteuerten Gondeln zu besteigen. Von dort geht ihr am besten zu Fuß weiter, um das Viertel Dorsoduro zu erkunden – mein Insider-Tip für euch. Nicht nur, dass es hier die beste Osteria Venedigs gibt, nein, hier seid ihr im Studenten- und Wohnviertel Venedigs und mittendrin im italienischen Alltag, bevor es wieder zurück nach Haus geht.

    Maria ist wechselhaft und kann nie verweilen, deshalb nimmt ihr Blog mariameetsanna euch mit auf ihre Reisen und immer wieder in ihre Wunschheimat, das United Kingdom. Für alle weiteren News könnt ihr Maria auf Facebook folgen.

    New York

    Eine meiner absoluten Lieblingsstädte im Winter ist New York, denn in der kalten Jahreszeit strahlt die Weltmetropole, die sonst so chaotisch, hektisch und aufregend wirkt, etwas ganz besonders Herzliches und Magisches aus, das mit Worten nur schwer zu beschreiben ist.
    Mein Lieblingsaussichtspunkt in New York ist Top of the Rock, die Aussichtsplattform des Rockefeller Centers. Von hier oben hast du einen unglaublichen Blick auf die Skyline von Manhattan, auf den riesigen Central Park und vor allem auf das Empire State Building.
    Was sich außerdem lohnt, ist ein Besuch des 9/11 Memorial Museums auf dem Gelände des ehemaligen World Trade Centers. Für einen Eintrittspreis von 24 Dollar erfährst du hier auf beeindruckende Weise, wie die Opfer die Katastrophe erlebt haben. Mich hat dieses Museum sehr berührt. In meinem Artikel verrate ich dir noch mehr Dinge, die du in New York auf keinen Fall verpassen darfst.
    Wenn du die Möglichkeit hast, im Winter nach New York zu fliegen, dann solltest du auch gleich die Vorweihnachtszeit erleben, denn die ist wirklich zauberhaft! Ein Highlight ist die berühmte Tree Lighting Ceremony, bei der der gigantische Weihnachtsbaum am Rockefeller Center zum ersten Mal beleuchtet wird. Noch mehr Tipps zu New York in der Weihnachtszeit findest du hier.

    4 Jahre lang ist Julia ohne festen Wohnsitz um die Welt gereist, hat in Asien studiert und auf Kreuzfahrtschiffen gearbeitet. Auf globusliebe.com schreibt sie über Sehnsuchtsorte, fremde Kulturen und ihre große Liebe zum Reisen. Schaut auch bei Facebook vorbei.

    Was sind eure Lieblingsstädte im Winter? Und seid ihr schon einmal in einer der hier vorgestellten gewesen? Was waren eure Erfahrungen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen. 🙂

    14 Kommentare

      • Bitte! 🙂 Sehe ich ganz genauso; ich würde ja zu gern noch mal im Winter oder Frühling nach New York. Der Hochsommer dort war nämlich leider die Hölle, sehr feucht-warm.

        Herzlich,
        Anna

    1. Sehr coole Reihe und schön zu lesen.. ich bin im Dezember mal wieder in London, aber dieses mal das erste Mal im Winter. Ich freue mich jetzt schon furchtbar doll darauf: Die ganzen Lichter, der britische, gemütliche Flair und die Mentalität, die Leute, die Pubs – hach, ja! Das wird mal wieder schön.

      • Im Winter war ich schon 2x in London und es hat sich immer gelohnt. Gerade was die Schlangen vor einigen der bekannteren Sehenswürdigkeiten angeht, hat man in den kälteren Monaten wirklich Vorteile. Viel Spaß!

        Herzlich,
        Anna

    2. Hallo liebe Anna,

      da ist wirklich ein ganz toller Mix zusammen gekommen.
      Da sind gleich ein paar Dinge auf meiner Liste für den nächsten Winter gelandet.
      Vielen Dank, dass ich dabei sein darf.

      Liebe Grüße,
      Tanja

      • Hallo Tanja,

        ich habe auch viel Inspiration aus euren Beiträgen gezogen und werde sie in jedem Fall in meine Reiseplanung miteinbeziehen. 🙂

        Herzlich,
        Anna

    3. Da sind ja ein paar nette Ziele dabei. Nur wäre es mir in den meisten wohl zu kalt im Winter … 😉 Portugal könnte ich mir in einer solchen Reihe übrigens auch gut vorstellen. Porto. Oder Lissabon. Da käme man auch günstig hin via Ryanair zum Beispiel …

      LG, Wolfgang

      • Hallo Wolfgang,

        ja, einige kühlere Ziele sind dabei. Ich persönlich mag auch im Winter in kältere Gefilde ziehen, aber das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. New York in der kalten Jahreszeit zum Beispiel reizt mich total, obwohl es gerade dort ja doch wirklich frisch werden kann. 😉
        Über Lissabon habe ich auch nachgedacht, allerdings wollte ich den Bloggern, die bei der Aktion mitgemacht haben, freie Hand lassen bei der Wahl ihres Zieles. 🙂

        Herzlich,
        Anna

    4. Pingback: Montags-Tipp: Citybreak im Winter auf Die Gradwanderung | Reise | Liebe

    5. Venedig im Winter…… das ist wirklich eine tolle Idee!!! Ich sehe die Fotomotive schon vor meinem geistigen Auge. Herzlichen Gruß, Sabine

    6. Ist es jetzt ein Zeichen, daß zweimal New York auftaucht? Sollte ich da nach 1989 dann doch mal wieder hin? (http://www.fortgefahren.tv/new-york-kurzurlaub-1989-ein-paar-erinnerungen/)
      Lust hätte ich ja.
      Aber auch die anderen Empfehlungen machen Spaß zu lesen und geben coole Inspirationen für die Reiseplanung.
      Hier in der Aufzählung ist dann aber wohl Stockholm mein Favorit. Das klingt nach genau dem richtigen Grad Ruhe für den Winter.
      Gruß, Max von fortgefahren.tv

    Hinterlasse eine Antwort

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *


    Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.